0 Finde ich gut

Francisco Javier Ortego, Guadalajara, Mexiko

Name: Francisco Javier Ortego
Lebt in: Guadalajara, Mexiko
Deutschlandaufenthalt: Juni-Juli 2004, 2006-2007
Bildungseinrichtungen: Humboldt-Institut, Technische Universität Dresden

Während meines ersten Deutschlandaufenthaltes im Sommer 2004 habe ich an einem zweimonatigen Deutschkurs teilgenommen. In dieser Zeit lebte ich bei einer Gastfamilie im Allgäu. Dort konnte ich nicht nur meine Deutsch- und Schwäbisch-Kenntnisse (einer der Dialekte, die in dieser Region gesprochen werden) erweitern, sondern lernte auch Menschen aus aller Welt kennen.

„Durch den Kontakt mit Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen bin ich toleranter geworden“

Von März 2006 bis März 2007 war ich Austauschstudent im Bereich Wirtschaftswissenschaften, an der Technischen Universität in Dresden. Das Studium hat mich nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich gefordert. Das Semesterende in Deutschland ist anstrengender als in Mexiko, weil die Noten nur durch eine finale Klausur festgelegt werden. In Mexiko dagegen hat man die Chance, sein Ergebnis durch mehrere Klausuren während des Semesters zu verbessern. Der Kontakt zwischen Studenten und Dozenten ist in Mexiko direkter und unkomplizierter, in Deutschland muss man meistens im Voraus einen Termin vereinbaren, um ein persönliches Gespräch mit dem Professor führen zu können.

Gewisse deutsche Eigenschaften, wie Ordnung, Kontinuität und strukturiertes Vorgehen, habe ich teilweise für mich übernommen. So gehe ich heute systematischer in meinem beruflichen Alltag vor. Außerdem hat mir mein Auslandsaufenthalt eine neue Perspektive auf die Welt eröffnet. Durch den Kontakt mit Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen bin ich toleranter anderen Meinungen, Denkweisen und Traditionen gegenüber geworden.

„Mexikaner und Deutsche sind wie Pfirsiche und Kokosnüsse“

Die Menschen in Deutschland sind direkt und aufrichtig, das gefällt mir gut. Im Hinblick auf Freundschaften sind Deutsche anfangs eher zurückhaltend und „kälter“ als die Mexikaner, sie brauchen länger, um Freundschaften zu schließen. Wenn man aber ihre harte Schale geknackt hat, kann man von echten Freundschaften sprechen. In dieser Hinsicht sind Mexikaner wie Pfirsiche: weiche Schale, harter Kern. Deutsch dagegen sind wie Kokosnüsse: hart von außen und innen weich.

„Ich habe immer noch viele Freunde und Kontakte in Deutschland“

Im Moment arbeite ich bei Panduit, einem amerikanischen Telekommunikationsunternehmen. Dort bin ich im Bereich Global Supply Chain Management tätig und dafür zuständig, dass unsere Produkte in gewünschter Qualität und Menge an unsere Kunden ausgeliefert werden.

Ich habe immer noch viele Freunde und Kontakte in Deutschland und plane, 2013 für einen MBA nach Mannheim zu gehen. Langfristig möchte ich ein paar Jahre in Deutschland arbeiten, um international Erfahrungen in meinem Berufsfeld zu sammeln.

Francisco Javier Ortego zum Alumniportal Deutschland

Das Knüpfen von beruflichen Kontakten ist auch eines meiner Ziele im Alumniportal. Ich hoffe, dass ich durch den Kontakt zu Alumni und Unternehmen meine Karriere internationalisieren kann.

März 2013

Kommentare

Nora Goebbel
4. September 2013

Hallo Katherine,

also ich lebe schon einige Jahre in Mexiko. ich mag das Land sehr und es ist zu meiner zweiten Heimat geworden. Aber meine richtige "erste" Heimat ist immernoch Deutschland und ich erlebe immer wieder einen kleinen Kulturschock, wenn ich nach zwei, drei Wochen Urlaub in Deutschland zurück nach Mexiko fliege. Hast Du längere Zeit in Deutschland gelebt? Wo und wie lange? Und was machst Du jetzt in Kolumbien?
Liebe Grüße

Katherine Castillo
21. August 2013

Und wie ist Dein Leben jetzt in Mexico? Als ich zurück nach Kolumbien gekommen bin, war nicht so einfach. Mann kommt aus aller Zeite der Welt.

Nora Goebbel
29. März 2013

Es gibt wohl keine bessere Charakterisierung für Deutsche (= Pfirsiche) und Mexikaner (= Kokosnüsse) ....dem ist nichts mehr hinzuzufügen! ;-)

Francisco, bist Du schon in Mannheim und machst Deinen MBA? Ich wünsch Dir auf jeden Fall noch viel, viel Erfolg!
Liebe Grüße, Nora

Jetzt kommentieren