2 Finde ich gut

Gaurav Kedia, Jaipur, Indien

Name: Gaurav Kedia
Lebt in: Jaipur, Indien
Deutschlandaufenthalt: Mai 2003 bis September 2008
Bildungseinrichtung: Universität Stuttgart
Beruf: Vorsitzender der Indian Biogas Association

Während meines Aufenthaltes in Deutschland war ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Stuttgart tätig. Außerdem habe ich im Bereich Advanced Process Control (ACP) bei der Shell Deutschland Oil GmbH in Köln gearbeitet. Darüber hinaus studierte ich „Air Quality Control, Solid Waste and Waste Process Engineering“ (WASTE) im Fachbereich Umwelttechnik an der Universität Stuttgart.

Mein Aufenthalt in Deutschland hat sowohl mein persönliches als auch mein berufliches Leben beeinflusst. Außerdem hat er meine Einstellung und mein Wissen über die Umwelt verändert. Ich denke, dass ich ein besserer Mensch geworden bin. Zum Beispiel integriere ich jetzt Umweltschutz und Energieeinsparung in jeden Bereich meines Lebens. Mit anderen Worten: Während der Zeit, die ich in Deutschland verbracht habe, wurden mir unschätzbar wertvolle Erfahrungen zuteil, die ich nun jeden Tag anwende.

„Ich mochte alles an Deutschland“

Ich habe in Deutschland eine neue Kultur erlebt, die  sich sehr von der Kultur meines Heimatlandes unterscheidet. In Deutschland finden die Leute eine gute Balance zwischen dem Privat- und Berufsleben. Das macht sowohl Studieren als auch Arbeiten zu einer angenehmen Erfahrung. Ich mag die Menschen und die deutsche Kultur. Allerdings versuchen die meisten Leute alles zu planen, und das fand ich am Anfang langweilig. Später ist mir aber klar geworden, dass dies langfristig von Vorteil ist. Die saubere Luft und der schonende Umgang mit der Umwelt waren weitere positive Aspekte, die mir gefallen haben.

Die Geschlechterrollen in Deutschland unterscheiden sich von denen in meinem Heimatland. Es gibt auch einige Unterschiede in der Sprache. In Deutschland gibt es „Hochdeutsch“, das alle Leute sprechen. Es gibt aber auch regional verschiedene Dialekte. Gesellschaftliches Leben in Deutschland ist auch anders als in Indien. Die Menschen sind offen für neue Freundschaften, Kontakte und für Meinungsaustausch.

„Deutschland spielt eine wichtige Rolle beim Wissensaustausch“

Deutschland spielt eine entscheidende Rolle beim Wissensaustausch und in der Forschungsentwicklung. Aufgrund eines weiten internationalen Wissensaustausches ist es möglich, effektive Lösungen für aktuelle Probleme zu entwickeln. Deswegen pflege ich einen engen Kontakt mit den Universitäten in Stuttgart und Paderborn. Sie ermutigen mich, neue Ideen zu entwickeln und innovative Lösungen zu finden.

Neben meinen universitären Kontakten halte ich Kontakt mit einigen Ex-Kollegen, Freunden und Organisationen, die ich während meines Aufenthaltes in Deutschland kennengelernt habe. Was mir an deutschen Universitäten besonders gefällt, ist die enge Beziehung zwischen Professoren und Studierenden. Darüber hinaus gibt es eine große Auswahl an Studiengängen, sodass man das Fach studieren kann, für das man sich interessiert. In meiner Heimat ist die Auswahl nicht so groß. Dafür gibt es in Indien viel Konkurrenz, wenn man an einer guten Universität zugelassen werden möchte.

Zurzeit bin ich Vorsitzender der Indian Biogas Association und arbeite seit November 2011 auch als Geschäftsführer der Arka BREN-Stech Pvt. Ltd. Außerdem bin ich Gastdozent am Indian Institute of Management in Ahmedabad. In Zukunft möchte ich ein nachhaltiges und erfolgreiches Modell für grüne Energie-Nutzung entwickeln.

Gaurav Kedia zum Alumniportal Deutschland

Ich habe Kontakt zu zehn anderen Alumni aus Deutschland. Außerdem bin ich ein aktiver Nutzer des Alumniportals Deutschland, wo ich interkulturelle Einflüsse mit Mitgliedern aus den Entwicklungsländern und aus Deutschland diskutiere. Erneuerbare Energie ist auch ein interessantestes Thema für Diskussionen.

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Juni 2013

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