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Ipshita Banerji, Neu-Delhi, Indien

Name: Ipshita Banerji
Lebt in: Neu-Delhi, Indien
Deutschaufenthalt: Juni bis Oktober 2000 und April 2008
Bildungs- und Forschungseinrichtung: Internationales Institut für Journalismus (IIJ) in Berlin
Beruf: Content-Spezialistin bei der Managementberatung Accenture

Das Internationale Institut für Journalismus (IIJ) der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH hat mich im Jahr 2000 für ein dreimonatiges Stipendium im Bereich „Elektronischer Journalismus“ eingeladen. Mein Aufenthalt in Deutschland war eine lebensverändernde Erfahrung. Das IJI und dessen Direktor Peter Prüfert haben nicht nur meine journalistischen Fähigkeiten erweitert, sondern zeigten mir auch Deutschland, die Menschen und die Kultur. Während des Kurses besuchte ich viele Zeitungs-und Medienbüros, staatliche Institutionen und sogar eine Druckerei.

„Ich habe in Deutschland viele neue Freunde gefunden, die meine Erfahrungen sehr bereichert haben“

Besonders interessant waren für mich die Ausflüge in die deutsche Kultur. Im Laufe der 15-tägigen Reise innerhalb Deutschlands besuchte ich Hannover, Hamburg, Goslar, Göttingen, Frankfurt und Darmstadt. Jeder Ort wurde gezielt gewählt, um die Teilnehmer des Programms jeweils in einen Aspekt der hochentwickelten Kultur einzuführen.

Mit einem günstigen Wochenendticket bin ich mit meinen Kollegen aus Vietnam nach Regensburg  gefahren.  Das war eine wunderbare Reise. Auf dem Rückweg haben wir ein bisschen Zeit in München verbracht. Dresden war eine meiner weiteren Stationen. Es war erstaunlich für mich zu sehen, wie die Stadt nach der Kriegszerstörung wieder aufgebaut worden ist.In Berlin habe ich an einer Vielzahl von Veranstaltungen teilgenommen, darunter die Nacht der Museen, die „Pre-Olympics“ im Olympiastadion, ein Musikfestival und sogar ein Konzert der Berliner Philharmoniker. Der Besuch des Konzentrationslagers Sachsenhausen war eine sehr bewegende Erfahrung für mich.

Ich habe meine Zeit in Deutschland intensiv genutzt. Meine Lieblingsplätze waren entlang der Straße „Unter den Linden“. Berlins unvergleichliche Museen haben mir nicht nur einen Crashkurs in Geschichte gegeben, sondern auch einen tiefen Eindruck davon hinterlassen, wie sehr die Deutschen sich für Wissen und Kultur interessieren. Eine weitere Sache, die ich erwähnen muss: Ich erwarb in Deutschland eine Vorliebe für Bier und seine zahlreichen Sorten!

„Ich bin sehr glücklich, dass ich in Deutschland war“

Meine zweite Reise nach Berlin für einen Journalismuskurs des IIJ war viel kürzer, aber ereignisreich. Ich bin im April 2008 angereist und war für etwa eine Woche dort. Mein Gepäck ging am Flughafen verloren und ich hatte nichts mehr, außer dem, was ich im Handgepäck hatte. Die Freunde, die ich acht Jahre zuvor kennengelernt hatte, kamen mir zur Hilfe. Eine Freundin brachte um 23 Uhr nachts einen Koffer voller Sachen, die ich brauchen könnte, zu meinem Hotel. So wurde aus einer sehr unangenehmen Erfahrung durch diese Menschen ein Abenteuer.

Berlin selbst begrüßte mich wie einen alten Freund. Es schien vertraut, warm und einladend – und spannender als je zuvor. Nach meinem Deutschlandaufenthalt ging es für mich 2008  auch noch nach New York, wo das IIJ einen Workshop an der Columbia University organisiert hat.

„Man sagt, dass Reisen für das Erwachsenwerden wichtig ist – auf meine Reise nach Deutschland trifft dies zu“

Die Kurse in Deutschland waren von besonderer Bedeutung für meine Karriere. Durch sie habe ich mich mit neuen Technologien, hohen Standards und Ethikfragen auseinandergesetzt. Die Best Practice des Journalismus, die ich in Deutschland kennengelernt habe, sind Bestandteil meines Alltages geworden. Ich habe ein neues Gefühl für Qualität erhalten. Der Aufenthalt hat mir geholfen, über Deutschland und die Deutschen kompetenter und authentischer schreiben zu können.

Auf der persönlichen Ebene hat Deutschland meinen Horizont erweitert, weil ich einen tiefen Einblick in die europäische Kultur und das Leben dort gewonnen habe. Ich habe wichtige Kontakte mit InWent- und IIJ-Alumni geknüpft und stehe noch mit etwa einem Dutzend anderer Deutschland-Alumni in Verbindung.

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Juni 2014

Kommentare

Ayana Datta
8. September 2014

Ich war sehr kurz nach deutschland, ein Monat aber ich moechte so bald wie moeglich nach deutschland zueruck. Ich bin Jura studentin und mache mein 7. semester jetzt. Ich will unbedignt mein Masterstudium nach der 10. Semester in Deutschland machen.

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