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Issa Diabaté, Bamako, Mali

Name: Issa Diabaté
Lebt in: Bamako, Mali
Deutschlandaufenthalt: August-September 2010 (Düsseldorf), Mai-Oktober 2011 (Bayreuth)
Bildungs- und Forschungseinrichtungen: Institut für Internationale Kommunikation Düsseldorf und Universität Bayreuth

Ich war zweimal als DAAD-Stipendiat in Deutschland. Bei meinem ersten Aufenthalt von August bis September 2010 absolvierte ich einen Sommerkurs am IIK-Düsseldorf. Diese Gelegenheit habe ich auch dazu genutzt, einige deutsche Städte zu besichtigen, nämlich Köln und Bonn. Während meines sechsmonatigen Aufenthalts 2011 an der Universität Bayreuth  habe ich für meine Magisterarbeit geforscht. Der Einfluss meiner Deutschlandaufenthalte ist nicht zu unterschätzen, weil ich durch sie mehr Selbstvertrauen bekommen habe.

Seit Februar 2013 mache ich einen Freiwilligendienst bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Rahmen der Durchführung der Alumniportal-Programme in Mali. Diese werden geleitet vom Koordinator des Alumniportals Deutschland für West- und Zentralafrika, Herrn Bourahima Zongo, der in Accra lebt. Meine Arbeit besteht unter anderem darin, Alumni-Abende zu moderieren und Berichte darüber auf dem Portal zu veröffentlichen.

„Ich bin begeistert von deutschen Bibliotheken“

Als Mensch, der Wert auf Bildung legt, denke ich, dass es für Wissenschaft notwendig ist, Wissen zu dokumentieren. Bei uns gibt es kaum gute Bibliotheken. Der Aufenthalt in Deutschland hat mir ermöglicht, eine sehr gute Magisterarbeit zu schreiben und Bücher aus anderen Bereichen als Afrikanistik zu lesen.

Außerdem hat mich der Kontakt zwischen Studierenden und Dozenten sehr beeindruckt. In Deutschland stehen die Professoren als Berater zur Verfügung, das heißt sie nehmen sich immer Zeit, um mit Studierenden über ihre Probleme bezüglich des Studiums zu sprechen. In Mali haben die Dozenten kaum Zeit dafür.

„Zwischen Deutschland und meinem Land gibt es große kulturelle Unterschiede“

In Deutschland ist jeder Mensch frei, das heißt Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Bei uns ist das anders, obwohl es hier Institutionen gibt, die sich für Frauenrechte einsetzen. Es gibt viele Männer, die meinen, dass sie den Frauen überlegen sind. In Deutschland aber machen viele Frauen Karriere.

Obendrein hat mein Land noch mit der Erhöhung der Mädcheneinschulungsrate zu tun. Ich würde gerne eine Stiftung gründen, die sich für die Verbesserung der Lage armer oder elternloser Kinder einsetzt, weil ich davon ausgehe, dass das Leben nicht einfach ist und wir einander beistehen sollten.

„Durch die Globalisierung ist die Welt wie ein Haus geworden“

Da ich immer offen bin, habe ich versucht, alles daran zu setzen, während meiner Deutschlandaufenthalte viele Kontakte zu knüpfen, die nicht nur für mich, sondern auch für andere Menschen nützlich sein können. Ich denke, dass die Welt mit der Globalisierung wie ein Haus geworden ist, in dem jeder mit dem anderen zu tun hat. Kontaktaufnahme ist auch eines der DAAD-Ziele. Wenn ich die Gelegenheiten dazu habe, muss ich sie ergreifen. So ist es mir gelungen, Kontakt zu Kommilitonen aufzubauen und private Freundschaften einzugehen.

Issa Diabaté zum Alumniportal Deutschland

Im Alumniportal möchte ich mich mit anderen Alumni über deren Erfahrungen und Wissen austauschen. Ich würde mich freuen, wenn wir einander Fragen stellen könnten und dazu beitragen, Hindernisse zu bewältigen. Ich wünsche allen Alumni und den Alumniportal Deutschland-Koordinatoren viel Mut und Erfolg bei ihrer ermutigenden und hervorragenden Arbeit.

Ich bin Mitglied in vielen Alumni-Gruppen in der Community, in denen ich manchmal Beiträge veröffentliche, wie zum Beispiel den Beitrag „Denkmalzerstörung als Auflösung des kollektiven Gedächtnisses“ in der Gruppe „SOS Kulturerbe Mali“

Zum Profil von Issa Diabaté in der Community

August 2013

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