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Manuela Randrianirainy, Antananarivo, Madagaskar

Name: Manuela Randrianirainy
Lebt in: Antananarivo, Madagaskar
Deutschlandaufenthalt: August bis Oktober 2010 in München
Bildungseinrichtung: Goethe-Institut
Beruf: Studentin der Germanistik

Nach meiner Landung am Münchener Flughafen habe ich mich zunächst verlaufen. Alles war so anders als in Madagaskar und ich war gleichzeitig nervös, neugierig und beeindruckt. Als ich zum ersten Mal ins Goethe-Institut gekommen bin, wurde mir gesagt, dass ich die erste Person aus Madagaskar sei, die dort an einem Kurs teilnimmt – das fand ich lustig.

Wir haben im Sprachkurs sehr interessante Themen bearbeitet ich kann sagen, dass ich jetzt besser vor Leute Vorträge halten kann, denn das haben wir intensiv geübt. Deutschland ist meiner Meinung nach das beste und überzeugendste Land, um dort zu studieren. Es gibt viele Universitäten und Hochschulen mit hohem Niveau und man hat effektivere Mittel zur Recherche.

„Dieser Aufenthalt war die größte Herausforderung meines ganzen Lebens, aber ich bin froh, dass ich es gemacht habe“


Madagaskar ist eine Insel und ganz anders als Deutschland. Mir ist aufgefallen, wie ordentlich und sauber die Straßen und die Gebäude sind und wie pünktlich und schnell die Bahnen und Busse in Deutschland fahren. Kleinigkeiten vielleicht, die aber so bedeutend sind. Die Deutschen sind ernst, seriös, entschlossen, ordentlich und legen großen Wert auf Pünktlichkeit, das hat mir sehr gefallen.

An Deutschland gibt es viel zu mögen: Technologien, Bildung, Umweltschutz, Ordnung und diese Mischung von Vergangenheit und Gegenwart mit dem Blick zur Zukunft. Die Mentalität der Deutschen ist ganz anders als in meinem Heimatland und hat mich irgendwie beeinflusst. Mein Aufenthalt in Deutschland hat mir gezeigt, dass ich mich immer anstrengen sollte, um meine Ziele zu erreichen, sodass ich damit zufrieden sein kann. Entschlossenheit, immer an die Zukunft denken und niemals aufgeben. Solche Werte muss man irgendwie als Vorbild haben.

Ich bin überzeugt davon, dass alles, was wir tun, ob Gutes oder Schlechtes, später auf uns zurückfällt, also dass wir das bekommen, was wir verdienen, je nachdem, was wir früher gemacht haben.

„An meinen Deutschlandaufenthalt habe ich sehr viele glückliche Erinnerungen, die ich nie vergessen werde“


Ich habe in einem Studentenwohnheim in München gewohnt. Besonders in Erinnerung  geblieben ist mir ohne Zweifel das Oktoberfest. Die tolle Stimmung auf der „Wiesn“, die Leuten, die bunten Farben – mein Lieblingsort ist auf jeden Fall auf der Theresienwiese.

Mit Deutschland verbinde ich außerdem Fußball und Bier – die deutsche Nationalmannschaft ist ein beeindruckendes Fußballteam und Bier ein sehr beliebtestes Getränk. Außerdem gibt es natürlich  wunderschöne Schlösser wie Neuschwanstein, das ich sehr bewundert habe. Sehr vermisst habe ich in Deutschland allerdings das madagassische Essen.

„Ich würde gerne wieder nach Deutschland reisen, aber auch andere Länder besichtigen“


Zurzeit bin ich in einer Masterklasse an der Universität in Madagaskar und möchte meine Masterarbeit in Literatur schreiben. Wenn ich das geschafft habe, will ich versuchen, eine Stelle als Dozentin an der Uni zu bekommen. Ich möchte nämlich gerne meine Leidenschaft für Deutschland und die deutsche Sprache an so viele Leuten wie möglich weitergeben. Außerdem würde ich gerne auch als Übersetzerin arbeiten.

Ich bin eine echter „Bücherwurm“, das heißt ich lese gerne und viel, vor allem Fantasy und Science Fiction, aber auch Krimis. Im Moment lese ich „Das Lied von Eis und Feuer“, eine Fantasy-Reihe von George R. R. Martin, nach der die Fernsehserie „Game of Thrones“ gedreht wurde. Außerdem schreibe ich auch Romane.

Wenn ich an meinen Deutschlandaufenthalt zurückdenke, denke ich zuerst an Marta, die ich in München kennengelernt habe und die meine Freundin geworden ist. Ich stehe außerdem noch im Kontakt mit meinem Deutschlehrer und auch mit einigen Kommilitonen, die in derselben Klasse waren.

Manuela Randrianirainy zum Alumniportal Deutschland

Online-Netzwerke wie das Alumniportal Deutschland bieten Leuten aus fernen und ärmeren Ländern (wie mir und anderen Madagassen) die Möglichkeit, in Kontakt mit der ganzen Welt zu sein, andere Kulturen kennenzulernen und so viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln.

Ich nutze das Alumniportal, um mit Leuten aus Ländern, die mich interessieren, Kontakt zu knüpfen und Informationen auszutauschen. So kann man Freunde auf der ganzen Welt haben. Da ich relativ neu im Alumniportal bin, suche ich noch Alumni aus meinem Land, mit denen ich Erfahrungen austauschen kann.

Mein Rat an zukünftige Deutschland-Alumni lautet: Mit Entschlossenheit kann man seine Träume verwirklichen. Strengt euch an, tut euer Bestes, dann könnt ihr weit kommen – habt viel Spaß dabei!

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Dezember 2014

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