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Sangeetha Rajeesh, Chennai, Indien

Name: Sangeetha Rosemarie Rajeesh
Lebt in: Chennai, Indien
Deutschlandaufenthalt: 2010 in Gummersbach und 2012 in Berlin
Bildungseinrichtungen: Internationale Akademie für Führungskräfte (IAF), Internationales Institut für Journalismus (IIJ)
Beruf: Expertin für Forschungskommunikation, Umwelt- und Entwicklungsjournalistin

Ich heiße Sangeetha Rosemarie Rajeesh und komme ursprünglich aus Indien. Ich habe einen Masterabschluss in Journalismus und Massenkommunikation an der Alagappa Universität in Tamil Nadu in Indien gemacht. Ich habe auch ein Zertifikat für „Book Publishing“ vom National Book Trust (Indien), ein Zertifikat für Datenjournalismus vom International Center For Journalists (USA) und ein paar nationale Medien-Stipendien erhalten.

„Zweimal durfte ich bereits nach Deutschland reisen“

Um einerseits Erfahrungen im internationalen Kontext zu sammeln und andererseits speziell Deutschland näher kennenzulernen, bin ich bereits zweimal dort gewesen: ein erstes Mal im Jahr 2010 und ein weiteres Mal 2012. Im Jahr 2010 wurde ich von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit als indische Teilnehmerin für ein zweiwöchiges Seminar im Bereich „Liberales Denken“ nominiert, welches von der Internationalen Akademie für Führungskräfte (IAF) in Gummersbach durchgeführt wurde. Neben den Fachkenntnissen, die ich während des Programmes erlangt habe, konnte ich andere Städte wie beispielsweise Köln auf einer Exkursion besuchen.

Im Jahr 2012 wurde ich für ein zweimonatiges Stipendium zur Teilnahme an einem Programm zum Thema „Umweltberichterstattung“ des Internationalen Instituts für Journalismus (IIJ) ausgewählt, welches in Berlin und in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) stattfand. Im Rahmen dieser sehr spezifischen fachlichen Weiterbildungsmöglichkeit nahm ich an Exkursionen nach Potsdam, Dresden, Frankfurt, Nürnberg, Freiburg, Heidelberg, Stuttgart, Düsseldorf und Rostock teil. Während dieser Zeit hatte ich die Möglichkeit, einen wesentlichen Teil der deutschen Kultur kennenzulernen sowie die schönsten Landschaften und Städte zu erkunden.

„Ich habe von den Weiterbildungen sehr profitiert“

Da ich als freie Journalistin im Bereich Umwelt und Entwicklung tätig bin, spielen beide Fortbildungen in Deutschland eine wesentliche Rolle für meine Arbeit in Indien. Nach meiner Rückkehr habe ich diverse Artikel in der Zeitschrift „Rural 21“ veröffentlicht, für die meine Zeit in Deutschland sehr nützlich war. Ich konnte mein fundiertes Wissen und meine Erfahrungen in die Texte einfließen lassen, die ich den Seminaren, aber auch  auf den bereits erwähnten zahlreichen Kurztrips durch Deutschland gesammelt habe. Die journalistischen Fähigkeiten, welche ich mir aneignen und die ich vertiefen konnte, ermöglichen mir das Verstehen und kritische Hinterfragen von umwelt- und entwicklungswissenschaftlichen Problemfeldern im journalistischen Zusammenhang.

Ich habe nicht nur durch die Verbesserung meiner journalistischen Fähigkeiten von meinen Aufenthalten in Deutschland profitiert, sondern auch von den Themen, über welche ich nun schreiben kann. Ich lerne täglich neue Aspekte kennen und gewinne Einblicke in Umweltbelange, nicht zuletzt wegen meiner Stipendien. Während meiner Reisen durch Deutschland habe ich den „German way of life“ kennengelernt und war beeindruckt von der verantwortungsvollen Herangehensweise bei der Entwickeln nachhaltiger und umweltbewusster Konzepte. Dies hat auch mein persönliches Verantwortungsbewusstsein in Bezug auf unsere Umwelt erheblich gesteigert.

Ich konnte meine Erfahrungen mit nach Indien zu nehmen und dort mit meinen Kollegen teilen. In meiner Funktion als Hochschuldozentin versuche ich aktiv, das Bewusstsein für Umwelt- und Entwicklungsthemen der Studenten des Kurses „Journalismus und Massenmedien“ zu schärfen.

„Ich stehe nach wie vor in Kontakt zu meinen Förderorganisationen und engagiere mich aktiv in Alumni-Netzwerken“

Bis heute stehe ich in engem Kontakt zur GIZ in Indien, fungiere dort beratend bei der Entwicklung von Studienplänen für indische Medienstudenten und engagiere mich in der Indisch-Deutschen Alumni-Gesellschaft (IGAN). Ich war aktiv im „Disaster Risk Reduction“-Programm sowie dem „Disaster Risk Management“-Programm der GIZ involviert und arbeite aktuell im Marine- und Biodiversitätsprogramm mit. Ich bilde mich fortwährend in meinem beruflichen Fachbereich weiter, sowohl in Indien als auch in anderen Ländern. Zuletzt habe ich an einem Training für Ausbilder im Bereich „partizipative Trainingsmethoden für effektive Vermittlung von Inhalten“ der GIZ Indien teilgenommen.

Ich könnte noch sehr viel mehr von meinen Erfahrungen als Deutschland-Alumna erzählen. Nach wie vor stehe ich in Kontakt mit meinen Mentoren vom IAF Gummersbach und vom IIJ Berlin, welche mich in meiner Arbeit und meinen Interessen weiterhin unterstützen. Diese Verbindungen und das Netzwerken in diesem Bereich sind ein Grund dafür, dass ich 2013 die Produktionskoordination in Indien für eine globale Dokumentation zum Thema „Ernährungssicherheit“ übernommen habe. Der Film mit dem Titel „10 Milliarden“ wurde am 16. April 2015 veröffentlicht. Der Regisseur sowie der Kameramann des Projektes kommen aus Köln und ich wurde ihnen für das Projekt empfohlen.

Dieses Erlebnis inspirierte mich dazu, an einem Online-Seminar zum Thema „Video-Dokumentation“ teilzunehmen. 2014 habe ich einen eigenen Kurzfilm für das internationale Forschungskonsortium LANSA („Leveraging Agriculture for Nutrition in South Asia”) gedreht. LANSA arbeitet daran, die staatliche Politik im Bereich Ernährung und Landwirtschaft in Afghanistan, Bangladesch, Indien und Pakistan zu beeinflussen.

Sangeetha Rajeesh zum Alumniportal Deutschland

Das Alumniportal Deutschland bietet in meinen Augen sehr viele Vorteile für seine Mitglieder. Dazu gehören die große Community von Menschen mit ähnlichen Interessen, die hervorragenden Netzwerkmöglichkeiten und die angeregten Diskussionen in den Gruppen, die mich beruflich besonders interessieren.

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Juli 2015

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