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Lhassane Asloun, Meknès, Morocco

Name: Lhassane Asloun
Lebt in: Meknès, Marokko
Deutschlandaufenthalt: mehrere, u.a. über PAD, DAAD und das Goethe-Institut
Beruf: Institutsleiter vom Goethe-Haus-Meknès

Während meiner Deutschlandaufenthalte in Freiburg, Bremen und München habe ich hauptsächlich studiert (Germanistik und Sportwissenschaft) und an Fortbildungen teilgenommen. Das hat mir dabei geholfen, eine gute Arbeit zu finden und nachher Karriere zu machen.

Insgesamt war ich mehr als zwei Jahre in Deutschland. In Marokko konnte ich meine Erfahrungen ohne Probleme einsetzten und mache das auch bis heute. Zur Zeit führe ich meine zwei  eigenen Firmen: Das Sprachenzentrum Goethe-Haus-Meknès und das College Goethe-Haus-Asloun.

Ich mag die Lebensphilosophie der Deutschen und insbesondere ihre Ordnungsliebe und ihren Fleiß am Arbeitsplatz. Was mir nicht gefällt ist ihre Angst vor Fremden.

„Die Hochschulen in Deutschland sind perfekter als die bei uns“

Die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und meiner Heimat sind groß, da es sich um zwei verschiedene Zivilisationen mit ganz anderen Lebenserwartungen und -zielen handelt. Auch bei den Hochschulen ist der Unterschied unheimlich groß – die in Deutschland sind perfekter als die bei uns.

In einer globalisierten Welt ist der internationale wissenschaftliche Austausch entscheidend geworden. Darauf kann man nicht mehr verzichten, deshalb bestehe ich auch darauf. Ich halte bis heute Kontakt zu Freunden und früheren Kollegen. Darüber hinaus habe ich intensive professionelle Kontakte mit deutschen Firmen entwickelt. Mein Ziel ist es, meine Konkurrenzfähigkeit zu verbessern und beruflich vorwärts zu gehen.

Lhassane Asloun zum Alumniportal Deutschland

Mich interessiert der Austausch über Themen wie Projektführungen, Sprachen lernen und lehren, Unterrichtsprojekte und ähnliches. Neben dem Alumniportal Deutschland bin ich unter anderem noch Mitglied im IDV (Internationaler Deutschlehrerverband), im AMPA (Marokkanischer Deutschlehrerverband) und Ehrenmitglied bei der Friedrich-Naumann-Stiftung in Marokko.

September 2012

Kommentare

Dr. Rachida Zoubid
5. Juni 2013

Herr Asloun konnte seine in Deutschland erworbenen Erharungen in Marokko problemlos einsetzten, weil er wie ich immer betone keine FRAU ist. Wir rückkehrende Marokkanerinnen haben es schwer gehabt und haben es immer noch schwer, mitten der marokkanischen Männergesellchaft anerkannt zu werden, obwohl wir den meisten in Deutschland ausgebildeten Männern im Bildungsbereich überlegen sind. Dr. Sanaa Bendahmane (sie hat mir erlaubt ihren Namen zu nennen), eine promovierte Biologin, findet seit über sieben Jahren gar keinen beruflichen Anschluss in Marokko, weil es immer gewesen sind, die sich darüber entscheiden sollten. Bei mir war es auch nicht besser gewesen. Mich sollten und haben jedesmal Männer bei den Rekrutierungsaufnahmeprüfungen geprüft, die keine Ahnung von meiner Fachrichtungen hatten und mit der deutschen Sprache zum Teil sowohl inhaltlich als auch fachwörtlich wackelten, weil ich eine FRAU war und in ihrem Männerlobi gar nicht passte oder sogar fachlich gesehen eine Gefahr für sie darstellte.

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