LAPSO - Latino Americana Pedagogica Social

Seit 1998 entwickeln die beteiligten Hochschulen stufenweise im Rahmen des sich ausweitenden Netzwerks in 6 Ländern Lateinamerikas neue Studiengänge in den Fächern soziale Arbeit und Sozialpädagogik und führen sie in die Lernpraxis ein. Gleichzeitig qualifizieren sich Dozenten der lateinamerikanischen Hochschulen aus den Fachgebieten Erziehungswissenschaften, Kulturwissenschaften, Philosophie, Sozialwissenschaft, Psychologie, Theologie, Sozial-Medizin, Gesundheits- und Politikwissenschaften fachlich und hochschuldidaktisch.

Ziel

Zunächst streben die Hochschulen an, sich in der sozialen Arbeit und Sozialpädagogik zu orientieren und zu qualifizieren. Gemeinsam folgt in der aktuellen Phase 2004 – 2006 eine Professionalisierung der Sozialpädagogik in den Ländern im Kontext einer „Fachliche Netzwerkbildung Sozialpädagogik“ (LAPSO). Eine Ausweitung auf weitere Länder in Lateinamerika wird angestrebt. Weg: An den Partnerhochschulen werden seit 2002 internationale Seminare zu relevanten Fragen der „Integrierter Entwicklung und Armutsbekämpfung im Kontext der Sozialpädagogik“ durchgeführt. 2004 und 2005 wurden interdisziplinäre Fachkongresse über „Forschungsmethoden in der Sozialpädagogik – quantitative und aktivierende Methoden der Sozialforschung“, „Die Arbeit und die Zukunft des Menschen“, „Medien in der Sozialpädagogik“ und „Neue Ansätze der Didaktik und Methodik in der Ausbildung der Sozialpädagogen“. 2006 folgen Seminare zur Bedeutung der Ethik und der Gemeinwesenarbeit in der Sozialpädagogik. Über Internetplattform und Publikationsreihen wird die Netzwerkarbeit gesichert.

Nutzen

In Zusammenarbeit mit Organisationen der deutschen und europäischen Entwicklungszusammenarbeit wurden einheimische Fachkräfte für sozialpädagogische Maßnahmen zur Armutsbekämpfung und für die integrale Entwicklung in den beteiligten Ländern als Multiplikatoren ausgebildet Perspektive Absolventen und Absolventinnen der beteiligten Hochschulen konnten dafür gewonnen werden, sich an der Einführung der Sozialpädagogik-Stundiengänge zu beteiligen. Kooperative Forschungsprojekte werden geplant. Dazu wurden Kontakte zur Wissenschafts- und Praxisentwicklung in Deutschland reaktiviert. Das Netzwerk soll in Zukunft auf Hochschulen im Cono Sur ausgeweitet werden. Ein gemeinsames Masterprogramm „pedagogica Social“ wird zusammen mit der Universidad Central in Santiago de Chile und de Fachhochschulen Düsseldorf und Bielefeld vorbereitet.

Kontakt

Fachhochschule Bielefeld
Fachbereich Sozialwesen
Kurt-Schumacher-Str. 6, 33615 Bielefeld
Deutschland

Projektleitung

Prof. Dr. phil. Heinz Neuser, Dipl. Ing., Dekan des Fachbereichs Sozialwesen,
E-Mail: heinz.neuser(at)fh-bielefeld.de

Projektbeteiligte

  • Universidad Catolica Boliviano, Cochabamba, Bolivien
  • Universidad Intercultural de las Nacionalidades y de los Pueblos Inídigenas,Quito-Riobamba, Ecuador
  • Pontificia Universidad Catolica Ecuador, Quito, Ecuador
  • Universidad del Cono Sur de las Americas, Asuncion, Paraguay
  • Instituto Superior Pedagogico “Paulo Freire”, Lima Comas, Peru , u. a. in Chile (Santiago, Coquimbo) und Argentinien (Cordoba und Rio Curarto)