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Erfolgreiche Rückkehrer: Förderprogramme unterstützen Deutschland-Alumni

Viele Alumni kennen es aus eigener Erfahrung. Der Koffer ist kaum ausgepackt, da stehen schon wichtige Punkte auf der Checkliste der Rückkehrer: Wohnungssuche, vielleicht die Wiedereinschreibung an der Heimat-Uni oder die Frage, wie es beruflich weiter geht.

„Ich entschied mich zurückzukehren, weil mir ein Job angeboten wurde“, erzählt Puti Sarasvati aus Bandung/Indonesien. Die Pädagogin hatte ein Studium an der University of Bristol absolviert und anschließend als Lehrassistentin in Großbritannien gearbeitet. In ihrem Heimatland koordiniert sie nun Bildungsprogramme beim Lehrerverband Ikatan Guru Indonesia (IGI). „Ich nahm das Angebot gleich an, da ich schon immer mit Lehrern arbeiten und mich für ihre Weiterbildung engagieren wollte.“

Von der erfolgreichen Rückkehr aus dem Ausland profitieren alle

Puti konnte nach ihrer Rückkehr ins Heimatland erfolgreich in ihren Traumberuf einsteigen. Die Kollegen am IGI profitieren von ihren Erfahrungen. Der Auslandsaufenthalt ist also grundsätzlich ein großes Plus für wissenschaftliche Einrichtungen, Universitäten sowie alte und neue Arbeitgeber im Heimatland. Die beruflichen und persönlichen Erfahrungen im Gastland, die neuen Kenntnisse und die Kontakte der Rückkehrer bringen frischen Wind und neue Ideen in die Heimat.

Damit dieses Plus auch nachhaltig für möglichst viele nutzbar gemacht werden kann, erleichtern unterschiedliche Förderprogramme für Rückkehrer die Ankunft auch in der beruflichen oder wissenschaftlichen Heimat und ermöglichen den Austausch der neuen Erfahrungen und Kenntnisse.

Unterstützung für Rückkehrer

Ohne das verlockende Angebot aus Indonesien wäre Puti in England geblieben. Denn die Arbeitsbedingungen in ihrer Heimat, vor allem für Lehrkräfte, sind häufig miserabel. „Die Bezahlung ist schlecht und viele der Lehrer haben einen zweiten Job, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.“ Doch die Rückkehr aus dem Ausland läuft nicht immer so reibungslos wie bei Puti. Gerade für Rückkehrer ohne Aussicht auf einen festen Arbeitsplatz ist eine finanzielle Unterstützung enorm wichtig.

Der sogenannte Nachkontakt oder die Nachbetreuung für Deutschland-Alumni hat viele Facetten. So erhalten sie zum Beispiel Zeitschriften, Buch- und Gerätespenden oder Einladungen zu Konferenzen in Deutschland oder der Wiederaufnahme eines Stipendiums. Auf diese Weise werden etwa ehemalige Studenten und Wissenschaftler aus dem Ausland von der Einrichtung Deutsche Kultur International unterstützt. Sie fördert außerdem auch fachliche Nachkontaktveranstaltungen und Rückkehrervereinigungen in den jeweiligen Heimatländern der Deutschland-Alumni.

Förderprogramme für Deutschland-Alumni: Von der Buchspende zum Rückkehrer-Stipendium

Auch die Alexander von Humboldt-Stiftung bietet Alumni nach ihrem Deutschlandaufenthalt verschiedene Förderprogramme an. Die Fördermöglichkeiten für Rückkehrer sind sehr vielseitig: Neben der Bereitstellung von Sachmitteln unterstützt die Stiftung finanziell auch langfristige Forschungskooperationen mit Fachkollegen in Deutschland oder die Wiedereingliederung im Heimatland über Rückkehrstipendien.

Im Programm „Rückkehrende Fachkräfte“ unterstützt und berät das Centrum für Internationale Migration und Entwicklung (CIM) Führungs- und Nachwuchsfachkräfte aus dem Ausland, die in Deutschland eine Ausbildung absolviert oder dort gearbeitet haben und sich auf ihre Rückkehr in die Heimat vorbereiten wollen.Alumni aus Schwellen- und Entwicklungsländern können nach Ablauf ihres Stipendiums beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) eine Beihilfe für Geräte und Materialien beantragen. Ein Fachliteraturprogramm macht es Rückkehrern außerdem möglich, einmal im Jahr Fachbücher, Zeitschriften und Artikel aus deutschen Verlagen zur wissenschaftlichen Weiterbildung zu bestellen.

Rückkehr mit Netz und doppeltem Boden: aufgefangen im Alumni-Netzwerk

Neben der finanziellen, fachlichen und organisatorischen Unterstützung nach der Rückkehr aus dem Ausland ist der Kontakt mit Gleichgesinnten wichtig. „Sich zusammentun, sich über die Erfahrungen austauschen und sich nicht allein fühlen“ – so fasst Puti den Wunsch nach Austausch zusammen, und deshalb schließen sich viele Rückkehrer einer Alumni-Vereinigung an und bringen dort ihr Engagement ein.

Natürlich ist das Alumniportal Deutschland die Plattform für Informationen und Kontakte rund um die Rückkehr aus dem Ausland. Alumni aus aller Welt tauschen sich untereinander aus und bleiben mit ihren Organisationen im Gastland in Kontakt. Die Karrierebörse bringt außerdem Alumni mit Unternehmen und Organisationen als Partner zusammen. So wird die Rückkehr ins Heimatland nicht nur eine Herausforderung, sondern ein erfolgversprechendes Abenteuer mit Perspektiven.

September 2012

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Kommentare

KORE DOGBO FRDINAND
25. Mai 2016

Elfenbeinküste ist ein Agrarland trotzdem haben wir Ernährungsprobleme, weil wir es nicht schafen unsere Produkte, wie Banane, Reis, Fonio, Manioc,........;zu bearbeiten.

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