3 Finde ich gut

Sind die Universitäten in Deutschland attraktiv für ausländische Studierende?

Schon die ersten antiken Universitäten waren Treffpunkt von Gelehrten aus unterschiedlichen Ländern. Wissenschaft und Forschung orientieren sich weniger an Landesgrenzen als an der allgemeinen oder internationalen Gültigkeit ihrer Ergebnisse. Wie sieht es heute an Universitäten in Deutschland mit der Internationalität aus?

Was macht Universitäten in Deutschland für ausländische Studierende attraktiv? Sind nicht Sprachbarrieren, bürokratische Hürden und relativ hohe Lebenshaltungskosten Gründe, die gegen ein Studium in Deutschland sprechen? Ein Blick auf internationale Rankings zeigt, dass deutsche Universitäten dort im Gegensatz zu englischen und US-amerikanischen Universitäten eher bescheidene Ergebnisse erzielen.

Erleichterte Rahmenbedingungen für ein Studium in Deutschland

Die Frage nach der Attraktivität lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten. Denn jeder Student geht mit anderen Voraussetzungen und Vorstellungen ein Studium in Deutschland an.

Zu den bürokratischen Hürden an Universitäten in Deutschland zählen Visavorschriften, eine unter Umständen erforderliche Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis, die verschiedenen Fördermöglichkeiten zur Finanzierung des Studiums sowie die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen.

Diese Rahmenbedingungen haben sich zum Teil stark verändert. Zum Beispiel wurde die Anerkennung von Studienleistungen aus dem Ausland durch den Bologna-Prozess verbessert, der unter anderem die Umstellung auf europaweit einheitliche Bachelor- und Masterstudiengänge festlegte.

„Deutschland ist für ausländische Studierende erste Wahl“

So titelte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in einer Pressemitteilung vom Januar 2014. Deutsche Unis seien für ausländische Studenten in den letzten Jahren in Bezug auf Informationen zum Aufenthaltsrecht, zur Finanzierung und bei der Hilfe im Umgang mit Behörden noch attraktiver geworden, lautet das Fazit eines Berichts des Deutschen Studentenwerks aus dem Jahr 2012. Im Vergleich zur vorherigen Erhebung sagten dieses Mal 61 Prozent der ausländischen Studierenden, Deutschland sei ihre erste Wahl gewesen (2009: 47 Prozent).

Die verbesserten Bedingungen haben einen Anstieg der Studentenzahl aus dem Ausland zur Folge. So erhöhte sich die Anzahl der Bildungsausländer an Universitäten in Deutschland zwischen 2003 und 2013 laut einer Studie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und des Deutschen Zentrums für Wissenschaftsforschung um etwa 16 Prozent.

Fakt ist, dass im Durchschnitt etwa jeder zehnte eingeschriebene Student an Universitäten in Deutschland Bildungsausländer ist. Aktuell kommen etwa 35 Prozent der ausländischen Studierenden aus Asien, 27 Prozent aus Osteuropa, 19 Prozent aus Westeuropa, 10 Prozent aus Afrika und 8 Prozent aus Amerika. Den Spitzenplatz unter den Nationen nimmt China ein.

Germany - neue Horizonte

Exzellenzinitiative fördert Universitäten in Deutschland

Mit der Exzellenzinitiative versucht die Bundesregierung, durch gezielte Förderung einzelner Universitäten auf den Gebieten Forschung und Lehre, die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Die LMU München, die TU München und die RWTH Aachen gehören im internationalen Ranking der britischen Tageszeitung „The Times“ zu den zehn deutschen Unis, die es in die Top 200 geschafft haben. Sie tragen auch den Titel „Elite-Universität“. Der Zuwachs an Attraktivität zeigt sich bei diesen drei Unis auch durch den Anteil der Bildungsausländer, der hier über 15 Prozent liegt und damit deutlich höher ist als der Durchschnitt.

Diskussion über Universitäten und das Studium in Deutschland

In der Community-Gruppe „Studium und Forschung“ wird über die Erfolgschancen sowie Vor- und Nachteile eines Studiums in Deutschland diskutiert. Darin finden Sie viele Alumni-Statements zu Universitäten in Deutschland und der Frage „Warum haben Sie sich für ein Studium in Deutschland entschieden?“. Lassen Sie die Community auch an Ihren Erfahrungen teilhaben!

Zur Community

Autorin: Miriam Moser

Februar 2015

Dieser Text ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Möglicherweise unterliegen zusätzliche Inhalte wie Bilder und Videos jeweils zusätzlichen Bedingungen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie einverstanden. Zudem gilt folgende Regelung für die korrekte Benennung der Urheber und Quelle sowie Übersetzungen.

Kommentare

محمد الطيب يسن احمد
12. Mai 2016

خريج دبلوم هندسة ميكاترونكس عايز اعمل تجستر لي درجة البكلاريوس

Jetzt kommentieren