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Hochschule Neu-Ulm: Gesundheit – interdisziplinär und international

Im Bereich Gesundheit geht die Hochschule Neu-Ulm neue Wege. Praxisorientierte Forschung und Lehre und maßgeschneiderte Weiterbildungsprogramme für Fachkräfte in Pflege, Gesundheitsmanagement und Pharmazie treffen hier aufeinander. Internationale Netzwerke, Kompetenzzentren und Institute bringen Partner des Gesundheitswesens zusammen.

Wenn es um die Gesundheit geht, ist breit gefächerte medizinische Expertise und praktisches Know-how gefragt. Neben Ärzten und Krankenpflegern sorgen eine ganze Reihe von Fachleuten anderer Disziplinen dafür, dass unsere Gesundheit in guten Händen liegt. Gesundheitsmanagement, eHealth und mHealth, Gesundheitsökonomie, Pharmaziemanagement – das sind neben Medizin nur einige der Fachbereiche, in denen geforscht und gelehrt, aber auch zunehmend international kooperiert wird.

Die Hochschule Neu-Ulm (HNU) zählt zu den akademischen Einrichtungen, die auf eine engere Zusammenarbeit auch mit Unternehmen setzen. Fachbereichsübergreifend hat die HNU Kompetenzzentren, Institute und Netzwerke gegründet, die die akademische Aus- und Weiterbildung mit angewandter Forschung und betrieblicher Praxis verknüpfen. Ein Blick auf das interdisziplinäre und internationale Angebot der Hochschule im Bereich Gesundheit zeigt, welche beruflichen Perspektiven die Studierenden nach Studium und Weiterbildung erwarten.

Praxisorientierte Forschung trifft auf Weiterbildung für die Praxis

„Designed to be different“ – so lautet das Motto der Hochschule Neu-Ulm, die 2014 ihren 20. Geburtstag feiert. Und tatsächlich hat die Alma Mater in der mittelbayrischen Stadt an der Donau einige Besonderheiten aufzuweisen. So wurde hier 2012 beispielsweise der erste Lions Campus Club an einer deutschen Hochschule gegründet, in dem sich Studierende sowie Professoren und Mitarbeiter gemeinsam in sozialen Projekten engagieren. Neue Wege geht die Hochschule auch in Forschung und Lehre sowie in der Aus- und Weiterbildung: Die drei Fakultäten Wirtschaftswissenschaften, Informationsmanagement und Gesundheitsmanagement sind zum Beispiel eng mit dem im Jahr 2000 gegründeten Zentrum für Weiterbildung (zfw) verzahnt. Über 750 Berufstätige haben bislang die dort angebotenen berufsbegleitenden Weiterbildungsprogramme in allen drei Fachbereichen abgeschlossen.

Für Fachkräfte aus dem Gesundheitsbereich bietet das Zentrum zum Beispiel den MBA Betriebswirtschaft für Ärztinnen und Ärzte, den B.A. Management für Gesundheits- und Pflegeberufe oder den Master in Health Information Management, einem internationalen Weiterbildungsprogramm, das in Kenia, Südafrika und Deutschland angeboten wird. Das Besondere: Teilnehmende aus den drei Ländern studieren gemeinsam als internationale Gruppe an den im jeweiligen Land beteiligten Universitäten.

Gesundheit – ein afrikanisch-deutsches Anliegen

Im Fachbereich Gesundheitsmanagement legt die HNU einen Schwerpunkt auf interdisziplinäre und anwendungsorientierte Projekte mit Partnerhochschulen in Afrika. 2013 gründeten die Professoren Thomas Hänichen und Olaf Jacob das Africa Centre, um die verschiedenen Projekte mit Partnern in Afrika und allen drei Fachbereichen der HNU für den Bereich Gesundheit optimal zu koordinieren und ausbauen zu können. Zu den Projekten des Africa Centres gehören etwa Krankenhausmanagement für Mediziner oder Angewandte Forschungsprojekte in Pharmaziemanagement.

Regional liegt der Schwerpunkt der Zusammenarbeit aller HNU-Fachbereiche mit afrikanischen Partnern auf Ländern Zentral- und Ostafrikas. 2011 haben sich 42 Alumni des MBA-Programms Betriebswirtschaft für Ärztinnen und Ärzte zu einem Expertennetzwerk zusammengeschlossen: Das „Experts' network for Healthcare Management in Central and East Africa (MBACEA)“ fördert mit Unterstützung der HNU unterschiedliche Aktivitäten des Capacity Building, es führt regionale und internationale Workshops durch, veröffentlicht Newsletter und koordiniert die Kommunikation unter den Gesundheitsexperten in fünf Ländern Afrikas.

Vernetzte Gesundheit

Wie wichtig die interdisziplinäre und internationale Vernetzung im Bereich Gesundheit ist, unterstreicht die Hochschule Neu-Ulm auch mit dem Kompetenzzentrum „Vernetzte Gesundheit“. Für die Arbeit des Zentrums ist zentral, wie wichtige Akteure im Bereich Gesundheit vernetzt werden können, so dass die Qualität der gesundheitlichen Versorgung sowie die des fachlichen und praktischen Know-hows der Fachkräfte gesteigert, aber gleichzeitig die Kosten möglichst gering gehalten werden können. Professoren, Mitarbeiter und Studierende der Hochschule Neu-Ulm versuchen gemeinsam den Fragen nachzugehen, wie sie zur Vernetzung im Gesundheitswesen beitragen können und wie „vernetzte Gesundheit“ in Lehre und Forschung als Schwerpunkt etabliert werden kann.

Gesundheitsmanagement-Webinar

Das Webinar wurde von der Hochschule Neu-Ulm und Experten des Alumninetzwerks MBACEA auf dem Alumniportal durchgeführt.

>> Webinar zum Thema Gesundheitsmanagement (in englischer Sprache)

Weiterbildung im Bereich Gesundheit

Wo gibt es noch Weiterbildungsangebote oder interdisziplinäre, internationale Studienangebote für den Bereich Gesundheit? Verraten Sie uns und anderen Alumni Ihre Tipps in der Community-Gruppe „Health Management“!

In der Community können Sie außerdem Kontakt zum „CIHLMU Center for International Health Alumni“ und zum „Experts' network for Healthcare Management in Central and East Africa (MBACEA)“ aufnehmen.

Zur Community

Autorin: Sabine Müller

Dezember 2014

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Kommentare

jasmien
23. November 2015

Viel glück

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