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Mobile Learning: Trend mit Zukunft

Wer zwischendurch schnell Vokabeln oder Matheformeln lernen, aber keine Bücher oder Hefte mitnehmen möchte, kann auch mithilfe seines Handys oder Tablet-PCs üben: Das „Mobile Learning“ vermittelt Lerninhalte in kleinen, überall abrufbaren Lerneinheiten. Auch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) bietet Mobile Learning an. Im Interview erklärt Volker Lichtenthäler, Projektleiter für die GC21 E-Academy, die Vorteile.

Was ist Mobile Learning und welche Vorteile bietet es?

Mobile Learning – auch M-Learning genannt – ist Lernen mithilfe von Handys, Smartphones oder Tablet-PCs. Beim Mobile Learning stehen dem Nutzer die Lerninhalte an jedem Ort zur Verfügung. Ich kann also zum Beispiel Vokabeln lernen, während ich auf den Bus warte. Auch Fortbildungen gibt es mittlerweile als Mobile Learning. Eine weitere Stärke von M-Learning: Ich greife dann auf die Inhalte zurück, wenn ich sie brauche. Zum Beispiel will ich ein neues Gerät ausprobieren und kann auf dem Handy nachsehen, wie es funktioniert.

Wofür ist M-Learning geeignet?

Wer mobil lernt, tut dies meist in kurzen Intervallen. Daher eignet sich Mobile Learning für alle Inhalte, die man dem Nutzer in kleinen Paketen anbieten kann. Zu diesen Mikro-Einheiten gehören Vokabeln, Matheübungen oder auch Fallbeispiele aus dem Business Management. Mobile Learning vermittelt also vor allem Kompetenzen.

Welche Nachteile hat Mobile Learning?

Um Mobile Learning zu nutzen, brauche ich ein Handy, Smartphone oder einen Tablet-PC. Beide Geräte haben ihren Preis. Darüber hinaus ist es schwierig, längere Texte in das Mobile Learning zu integrieren, denn die Handybildschirme sind dafür zu klein. Die Lesefläche der Tablet-PCs ist wesentlich größer und daher besser geeignet, um Texte zu lesen. Die Entwicklung in diesem Bereich ist noch nicht abgeschlossen, denn man weiß noch nicht, welche Bildschirmgröße sich durchsetzen wird. Davon hängt auch die Weiterentwicklung im Mobile Learning ab.

In welchen Regionen wird M-Learning genutzt?

Zurzeit nutzen vor allem Menschen in Industriestaaten Mobile Learning. Aber ich bin davon überzeugt, dass in den Entwicklungsländern ein sehr großes Potential für M-Learning steckt. Ein Beispiel dafür ist Ost-Afrika: Dort ist das Handy sehr stark verbreitet und die entsprechende Infrastruktur vorhanden. In der Region ist es selbstverständlich, das Handy nicht nur zum Telefonieren, sondern beispielsweise auch für Mobile Banking zu nutzen. In Ost-Afrika sehe ich die Chance, dass Mobile Learning unter anderem im medizinischen Bereich eingesetzt wird, zum Beispiel zur Fortbildung von Hebammen.

Zur Person

Volker Lichtenthäler ist Projektleiter für die GC21 E-Academy, die Online-Akademie für weltweites Lernen.

Welche Kurse bietet die GC21 E-Academy an?

Unsere wichtigste Zielgruppe sind Fach- und Führungskräfte in Entwicklungsländern. Unser M-Learning thematisiert daher häufig Management und bezieht sich oft auf Kurse, die die Teilnehmer zuvor online absolviert haben. Zum Austausch der User untereinander und mit uns haben wir mobile Foren und ein Facebook-ähnliches Netzwerk eingerichtet. Außerdem regt ein spezielles Spiel zum Lernen an. Unser Angebot ist interaktiv angelegt. Für den Erfolg von Mobile Learning ist das entscheidend. Der Nutzer profitiert nur von dieser Art des Lernens, wenn er selbst dabei aktiv gefordert ist.

Möchten Sie mehr über die verschiedenen M-Learning-Angebote wissen? Weiterführende Informationen zum Mobile Learning finden Sie auf der Webseite der GC21 E-Academy in Deutsch, Englisch und Spanisch.

Juni 2012

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Kommentare

Nizom Bobomurodov
1. Juli 2012

heutzutaga kann man die Welt ohne neue Technoligie darstellen und es ist zu wichtig solche neue Technolgie zu wissen.

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