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Alumniportal-Lab in Indien

„Bildung für alle bis zum Jahr 2030 kann nur erreicht werden, wenn Bildung als Erfahrung verstanden wird, die geprägt ist durch Neugierde und Leidenschaft und nicht nur als Frontalunterricht.“                

Teilnehmer Alumniportal Lab

„Ohne Bildung keine Zukunft“ – unter diesem Motto beleuchteten am 26. September 2017 hochrangige Experten verschiedene Aspekte im indischen Bildungssektor: Frau Atishi Marlena aus dem Bildungsministerium in Delhi gab einen interessanten und kritischen Einblick in die primäre und sekundäre Bildungslandschaft.  „Es ist wichtig immer einen Blick darauf zu haben, was in den Klassenzimmern passiert und darüber nachzudenken welchen Einfluss dies auf die Zukunft hat“, so Frau Marlena. Sie stellte neben den Herausforderungen die Modernisierung der Schulen als Weg für bessere Bedingungen und zur Stärkung des Selbstwertgefühls der Kinder dar. Dr. Beena Pandey vom „Research and Information System for Developing Countries“ (RIS) zeigte Wege für eine inklusive und für alle zugängliche hochwertige Bildung auf. Über die Wichtigkeit von beruflicher Bildung und die Anforderungen des Arbeitsmarktes sprach Frau Anita Sharma von der GIZ. Auch der Vertreter der deutschen Botschaft Herr Köster sowie die Repräsentanten von GIZ, DAAD und dem Goethe-Institut betonten die Bedeutung von qualitativ hochwertiger Bildung für die Zukunft Indiens.

Eine angeregte Diskussion ließ nicht lange auf sich warten. Die 35 Teilnehmer – Schuldirektoren, Professoren, Wirtschaftsvertreter und Studenten - tauschten Ideen, Erfahrungen und Wissen aus, wie eine qualitativ hochwertige und inklusive Bildung für alle in Indien bis zum Jahr 2030 erreicht werden kann. Was die Teilnehmenden verband: Sie alle sind Deutschland-Alumni und haben nicht nur einen Einblick in die indische, sondern auch die deutsche Bildungslandschaft. Da lag es nahe Vor- und Nachteile der Systeme zu beleuchten, Wissen auszutauschen und Ansätze für Indien weiterzudenken.

Bildergalerie

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Journaling, Vision Mandala, Impromptu Networking und Walk and Talk

Um ihre Ideen für eine qualitativ hochwertige Bildung zu verdeutlichen, malten die Teilnehmer nach der Mandala-Methode, schrieben ihre Ideen beim Journaling auf oder steckten in Kleinstgruppen die Köpfe zusammen. Innerhalb von einer Stunde wurden Statements entwickelt, die deutlich machen, wo dringender Handlungsbedarf im Bildungssektor in Indien besteht. Für viele der Teilnehmenden war dieser sehr partizipative Workshop-Ansatz neu – die Begeisterung war entsprechend groß.

Bildung für alle kann nur bis 2030 erreicht werden, wenn…

„...wir die Fähigkeiten aller Beteiligen (Eltern, Lehrer und Kinder) durch bessere Technologie und eine umfassende Befragung der Beteiligten nutzen und ausbauen.“ 
„...es konkrete nationale politische Maßnahmen für Bildung in Indien gibt (für Grundbildung, höhere Bildung und berufliche Bildung).“ 
„...die Schnittstelle zwischen Industrie und Wissenschaft in Gänze für die Entwicklung von Experten genutzt wird.“ 
„...die berufliche Weiterentwicklung von Lehrern auf allen Ebenen Priorität erhält.“ 
„...Empathie einen festen Platz in Lehrplänen und Praxis erhält.“ 
„...bürgerliches Engagement durch Erfahrung gelernt wird.“
„...unser Bildungsansatz auf einer Synergie zwischen Technologie und Menschen beruht.“ 
„...wir uns einer Verantwortung als Multiplikatoren der Bildung bewusst werden und Wissen mit unserer Gemeinschaft teilen.“ 
„...moderne Unterrichtsmethoden, IKT-Instrumente sowie Erwachsenenbildung integriert werden.“ 
„...wir uns nicht nur auf Infrastruktur sowie gesetzliche und politische Maßnahmen konzentrieren, sondern auch für psycho-soziale Interventionen sorgen, die künftige Führungskräfte schaffen und stärken.“
„...Lehrer und Lehrkräfte gut ausgebildet, die Bildungs- und Wissenschaftsinfrastruktur (vor allem die Bibliotheken) angemessen ausgestattet und die Verwaltungsstrukturen fortschrittsorientiert und säkular sind.“ 
„...wenn Bildung als Erfahrung verstanden wird, die geprägt ist durch Neugierde und Leidenschaft und nicht nur als Frontalunterricht.“

Projektideen

Die nächste Herausforderung für die Teilnehmer gab es am Nachmittag: Sieben Alumni stellten in nur einer Minute ihre zuvor eingereichten Projektideen und Projekte vor. Themen waren unter anderen innovative Lernmaterialien, digitale Lernangebote für ländliche Gebiete, neue innovative Lern- und Denkansätze für die Schule und die Integration der Agenda 2030 in die Curricula. Dann waren die anderen Teilnehmenden gefragt. Nach Abstimmung durch das Publikum eroberten vier Projekte einen Tisch beim anschließenden World Café und konnten auf das geballte Wissen der anderen anwesenden Expertinnen und Experten zurückgreifen. Die Ideen wurden diskutiert, erweitert, teilweise auch ganz neu gedacht und erste Kooperationen geschlossen.

Sie sind neugierig auf die Projektideen? Alle Projektideen mit einer kurzen Beschreibung finden Sie hier:

(Bei Fragen kontaktieren Sie gerne die Projekt-Owner.)

 

Laden Sie den ausführlichen Bericht zum Alumniportal-Lab in Indien hier herunter:

Veranstaltungsbericht

 

 

Video des Alumniportal-Labs in Neu-Delhi am 26.09.2017

Die weiteren Labs fanden in Vietnam, Äthiopien und Kenia statt. Schauen Sie doch einmal hier!

Kommentare

Ahissou Séraphin Zanklan
4. September 2017

Sehr geehrte Frau Habel,
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sehr vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Interesse an meiner Person! Es tut mir aber gleichzeitig ebenfalls sehr Leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich vom 25. bis 30. September 2017 etwas im Benin beschäftigt werden würde. Daher finde ich mich zurzeit nicht in der Lage, Ihnen eine Bewerbung und weitere verbundene Unterlagen um eine voraussichtliche Teilnahme am New Dehler Treffen, wie es gewünscht wurde, einzureichen. Ich verzeihe mich sehr dafür und hoffe weiterhin, mit Ihnen in Verbindung zu verbleiben. Ich würde mir jedenfalls trotz all dem weiter und weiter wünschen, von ähnlichen Angelegenheiten hören zu dürfen, ausgegangen davon, dass solche Anfälle Kontakte zu Deutschland und dessen engeren Partnern und darüberhinaus zu Deutschen Freunden sowie Kollegen (neue Bekanntmachungen und Älteren) pflegen können. Mit aller Hoffnung also, an Ihrem Verständnis gewinnen zu können, begrüße ich ganz klarer nochmal alle Unterstützungen aus Deutschland seit längst – von dem DAAD und dem Goethe-Institut besonderer Weise - und bedanke mich sehr dafür.
Mit freundlichen Grüßen,
Herr A. Séraphin Zanklan
DAAD- und Goethe-InstitutsAlumni

Mirjam Habel
1. September 2017

Liebe Frau Blust, vielen Dank für Ihren Kommentar. Online Bildung ist eine bedeutende Komponente für faire Bildung, da sie für alle zugänglich ist. Eventuell wird es zu einem späteren Zeitpunkt ein Webinar zu diesem Thema geben.

Nadja Blust
29. August 2017

Hallo, liebes Team!
Mir ist nicht klar der Titel Ihres Events!
Ich würde aber das Gegenteil behaupten, weil ich gerade in Online Bildung meine Gegenwart habe und Zukunft habe! Schade, dass es dieses Event nicht online ist!

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