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Gefällt mir! – Social Media in der Wissenschaft richtig eingesetzt

Mit einem Klick kommentieren wir eine Nachricht bei Facebook, oder wir twittern mit 140 Zeichen einen interessanten Artikel. Social Media machen unseren Meinungs- und Informationsaustausch einem größeren Publikum sichtbar. Das wirkt sich auch auf die wissenschaftliche Kommunikation aus. Wie nützlich sind die unterschiedlichen Social-Media-Foren in internationalen Wissensnetzwerken und was gilt es dabei zu bedenken?

Mehr als 30.000 Menschen gefällt das und mehr als 500 sprechen darüber (Stand: 7. Oktober 2013): Die Facebook-Seite von „Research in Germany“ ist erst seit Ende 2012 online, wird aber sehr aktiv genutzt. Sie begleitet als Social-Media-Forum das Portal „Research in Germany“, den Online-Service für Wissenschaftler, Journalisten und wissenschaftlich Interessierte. Während das Internetportal umfangreiche Informationen über die deutsche Forschungslandschaft bietet, lädt die Facebook-Seite auch dazu ein, selbst neueste Informationen zu Forschungsthemen, Wissenschaftskooperationen oder aktuellen Veranstaltungen zu posten. So zeitnah und unmittelbar wie auf Facebook funktioniert der Austausch auf nicht-interaktiven Portalen nicht. Neben den Aspekten des „Sehen und Gesehen werden“ und des direkten Feedbacks lassen sich mit Social Media auch weltweit Kollegen einladen und internationale Wissensnetzwerke ausbauen.

Social Media beleben Wissensnetzwerke

Neben Facebook oder Twitter gibt es aber auch noch eine ganze Reihe anderer Web-2.0-Tools, die insbesondere der Kommunikation in Wissensnetzwerken dienen. Academia.edu etwa ist ein Soziales Netzwerk speziell für Wissenschaftler mit weltweit über drei Millionen registrierten Nutzern. Diese können auf der Plattform Dokumente miteinander austauschen, deren Impact verfolgen und den Stand der Forschung zu bestimmten Themen beobachten.

Eine nützliche Unterstützung für den Rechnerarbeitsplatz eines Wissenschaftlers sowie für den Austausch im Netz ist das Literaturverwaltungsprogramm Mendeley. Es verwaltet Dokumente und ermöglicht das Organisieren, Austauschen und Zitieren von wissenschaftlichen Artikeln und PDF-Dokumenten. Die integrierte Webschnittstelle erlaubt dem Wissenschaftler, seine Bibliothek online zu verwalten, auf Statistiken zuzugreifen und mit anderen Forschern zu gemeinsamen Themen zu diskutieren.

Wissenschaftskooperationen 2.0

Weitere Vorteile von Social Media in der Wissenschaft sind außerdem Infos über relevante Online-Trainings und die Möglichkeiten, an Projekten teilzunehmen. „Social Media werden immer dann auf sinnvolle Weise genutzt, wenn sie die Art und Weise verbessern, wie wir Probleme im Arbeitsalltag bewältigen“, meint Daniel Michelis, Professor für Marketing und Kommunikation an der Hochschule Anhalt und Initiator des Masterstudiengangs Online-Kommunikation. Michelis, der sich schwerpunktmäßig mit Social Media beschäftigt, koordiniert außerdem etwa 15 akademische Partnerschaften mit Einrichtungen in aller Welt.

Er beteiligte sich als Experte mit einem Videostatement an der interaktiven Veranstaltung „The Role of Social Media in International Academic Research and Cooperation“ Anfang Mai 2013 auf dem Alumniportal Deutschland. Aufgrund seiner eigenen Erfahrungen mit Skype, Facebook oder LinkedIn macht er vier Bereiche aus, in denen der Einsatz von Social Media in internationalen Wissenschaftskooperationen besonders hilfreich sein kann: bei der Kommunikation mit Partnereinrichtungen, mit Studierenden, die zeitweilig an einer Gastuniversität arbeiten, mit Alumni sowie beim Austausch der Studierenden untereinander.

Social Media in der Wissenschaft: der richtige Ton für lebendige Botschaften

Ob es sich um die Besucher des Portals „Research in Germany“ oder um die Partner der Universität Anhalt handelt – schnell wird deutlich, dass es in der Welt von Social Media in der Wissenschaft keine homogene Zielgruppe gibt. Daher ist es wichtig, dass sich die Nutzer sowie die Redakteure eines sozialen Mediums, das seinen Beitrag zum internationalen Wissenschaftsaustausch leisten will, über einiges klar werden. „Share with care“, so fasste Melanie Stilz, Ethnologin und Informatikerin, grundsätzliche Punkte in ihrem Videostatement zum Experten-Chat auf dem Alumniportal zusammen.

Ist einmal das geeignete Medium für die wissenschaftliche Kommunikation gefunden, geht es darum, den Austausch in Wissensnetzwerken erfolgreich zu gestalten. Eine Voraussetzung dafür ist der respektvolle Umgang mit den Kollegen und der Respekt ihrer Privatsphäre. Für ihre Studie zum Thema „Social Media for Academia – Knowledge Networks 2.0“ trug Melanie Stilz Erfahrungsberichte von Wissenschaftlern zusammen. Ein häufig genanntes Problem war, dass Live-Twittern von Konferenzen oder Symposien zur Veröffentlichung von bis dahin unveröffentlichten Ideen führen kann – das will der Vortragende vielleicht gar nicht. Einerseits kann dem Ideenklau hier Vorschub geleistet werden, und andererseits kann leicht inhaltlich falsch wiedergegeben werden. Entscheidend ist also auch bei Social Media, was generell in der Wissenschaft gilt: Wissen und Informationen anderer als Zitat kenntlich machen und die Privatsphäre respektieren!

Oktober 2013

Kommentare

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22. Oktober 2013

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carina gehrke
11. Oktober 2013

Social Media funktioniert besonders gut, weil sich der User aktiv beteiligen kann. Warum ist die einfache Facebookaktion „gefällt mir“ so beliebt? Ich poste Statements, Informationen, Bilder etc. und bekomme sofort eine Reaktion darauf. Die schnelle Reaktion auf das gepostete animiert dazu weiter zu posten und selber auf andere Posts zu reagieren
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Es entsteht eine Kommunikation die zeitgleich mit vielen Beteiligten funktioniert. Nicht wie beim Telefon, wo einer mit einem kommuniziert, sondern es können ganz viele mit ganz vielen kommunizieren. Und das Gute daran: Es ist ganz egal wo auf der Welt man sich befindet!

Bei Medien wie Radio, Fernsehen und Zeitung gibt es einen Sender und einen Empfänger. Bei sozialen Netzwerken ist der Mensch aktiv beteiligt und kann eigenverantwortlich handeln.

Früher war es mühselig und mit viel Aufwand verbunden nach Gleichgesinnten zu suchen um Aktionen, Veranstaltungen oder Bürgerinitiativen zu organisieren. Heute ist es durch Facebook, Twitter und Co viel einfacher sich mit Leuten auszutauschen. Social media treibt somit gesellschaftliche Veränderungen an. Siehe sogenannte „Flashmobs“ :-)

Es gibt es weltweit immer mehr Menschen mit Internetzugang. Auch die Erfindung des Smartphones trägt dazu bei, dass soziale Netzwerke genutzt werden um Interessen, Wissen und Erfahrungen öffentlich zu machen.

Chakir Bouchenafa
9. Oktober 2013

2. Social Media ist ein weiterer Aspekt der Globalisierung:
Heute ist in fast allen Ländern das Internet leicht zugängig, so kann man sicherlich festhalten, dass es keine Technik gibt, die die Welt zu einem, global village’ verändert wie das Internet. In der Epoche der digitalen Revolution, ermöglicht das Internet uns eine flexible Kommunikation: zahlreiche Informationen können ausgetauscht werden, Emails versandt werden oder sogar eine fremde Sprache können online erlernt werden.
Es besteht kein Zweifel: unsere Kultur bzw. unser Verhalten vom Internet geprägt ist. Durch seine zunehmende Verbreitung dringt das Internet immer tief ins alltägliche Leben von immer mehr Menschen ein. Empirisch gesehen wird das Internet als Werbungsplattform, es bietet die Online-Vermarktung und erlaubt einen flexiblen Einkauf ohne die Grenzen.
Neben den Massenmedien nämlich das Fernsehen bzw. die Zeitung als Medium für die Unterhaltung- und Nachrichtenquelle, hat das Internet einen großen Einfluss auf die Inhalt und die Form der Kommunikation.
In diesem Zusammenhang und mit der Entwicklung des Internets erscheint eine neue Umgebung für die Kommunikation namens der Sozialen Netzwerken oder besser bekannt als Social Media. Diese Form hat weltweit eine besondere Bedeutung, weil die Leute dank Social Media in der Lage sind, abgesehen von der Herkunft, der Farbe, dem religiösen Glauben etc... virtuelle Gemeinschaften bilden, indem sie selbst Nachrichten, Bilder, Lieder und Videos schaffen und miteinander austauschen können. Auch typisch für Social Media ist, dass hauptsächlich Jugendliche weltweit beginnen, auf den Fanatismus zu verzichten und global und menschlich zu denken. Sie strebt nach globalen Begriffen wie die Konkretisierung von Freiheit, Gerechtigkeit, Demokratie und Schaffung der gerechten Teilung der irdischen Güter.

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