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Wissenschaftsmarketing und Wissenschaftskommunikation - frischer Wind im Elfenbeinturm

Wie passen eigentlich Marketing und Wissenschaft zusammen? Viele Wissenschaftler stellen sich dieser Frage. Die Antworten fallen allerdings sehr unterschiedlich aus. Mit Wissenschaftsmarketing und Wissenschaftskommunikation versucht man, Themen aus Forschung und Lehre der Öffentlichkeit zu vermitteln.

Eine Diskussion über die Stellung der Wissenschaft in einer Gesellschaft kommt nicht ohne Klischees aus. Sehr beliebt: das Bild von verschrobenen Wissenschaftler, der fernab von der Gesellschaft und ohne sich um den praktischen Nutzen zu kümmern im Elfenbeinturm forscht. Richtig ist: Wissenschaft ist oft schwer zu verstehen. Wissenschaftler haben ihre eigene Sprache entwickelt. Die Fachbegriffe sind meist nur innerhalb eines Fachgebietes bekannt. Außerdem haben Wissenschaftler ihre ganz eigene Art zu formulieren. Jede Aussage muss mit Quellen belegt und möglichst qualifiziert sein. Der Kollegenkreis und Fachleute anderer Disziplinen sollen schließlich von der Gültigkeit der Untersuchungen und deren Schlussfolgerungen überzeugt werden.

Wenn Wissenschaftler sich an die Bevölkerung wenden, wird ihre Sprache oft nicht verstanden. Hier kann die richtige Wissenschaftskommunikation helfen: in Form von journalistischen Beiträgen oder über interaktive Social-Media-Kanäle. Das ermöglicht den Wissenstransfer und den Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft. Denn die öffentliche Anerkennung der Arbeit der Wissenschaftler und ihrer Erkenntnisse ist existentiell wichtig für die Position der Wissenschaft. Wenn wissenschaftliche Forschungen und ihre Ergebnisse fundiert sind und nachvollziehbar präsentiert werden, dann schafft das Akzeptanz und garantiert die Finanzierung. Umso wichtiger ist ein professionelles Wissenschaftsmarketing.

Wissenschaftsmarketing: Aufmerksamkeit um jedem Preis?

Wer in den Medien erscheinen will, muss Marketing betreiben. Das dachte sich auch der norwegische Paläontologe Jørn Hurum. Er ist Vertreter eines 'lauten' Wissenschaftsmarketings und organisierte 2009 eine spektakuläre Präsentation eines gut erhaltenen Fossils, über die in zahlreichen bedeutenden Medien berichtet wurde. Mit Schlagwörtern wie ‚Missing Link der menschlichen Evolution‘, ‚Achtes Weltwunder‘ oder ‚Neuschreibung der Evolutionsgeschichte‘ erreichten Hurum und sein Team eine weltweite mediale Aufmerksamkeit. Die Vereinfachung und Dramatisierung seiner Forschungsergebnisse verärgerte allerdings Fachkollegen, die seinen Fund nüchterner betrachteten.

Dass Marketing auch ohne Marktgeschrei funktioniert, beweist der schwedische Professor Hans Rosling. Er ist ein Meister der Wissenschaftskommunikation und kann seine Erkenntnisse auch Nichtwissenschaftlern anschaulich und spannend vermitteln. Mit einem Computerprogramm, das sein Sohn entwickelt hat, visualisiert Rosling seine Statistiken so einprägsam, dass der wissenschaftliche Inhalt seiner Präsentationen sofort verstanden werden kann.

Wissenschaftler gesucht

Wenn Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse die Welt verändern, dann sollte es die Welt auch erfahren! Doch wie soll das mit der Wissenschaftskommunikation funktionieren? Ganz einfach: Über die Veröffentlichung Ihres Beitrags in der Community-Gruppe „Facets of Science“ des Alumniportals Deutschland.

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Wissenschaftskommunikation: Die Vortragskunst fördern

Sicher ist, die Fähigkeit, Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit verständlich machen zu können, wird für Wissenschaftler immer wichtiger. Um ihr Präsentationsgeschick zu fördern, wurde 2006 zum ersten Mal in Deutschland ein Wettbewerb für junge Wissenschaftler organisiert. Beim Science Slam haben Studierende und Nachwuchswissenschaftler zehn Minuten Zeit, ihre Forschungsthemen einem nicht-wissenschaftlichem Publikum zu erläutern. Bewertet werden der wissenschaftliche, informative und unterhaltsame Wert des Vortrags.

Angeregt wurde der Science Slam durch den 2005 in England initiierten FameLab, einem Wettbewerb für Wissenschaftskommunikation, der mittlerweile in über zwanzig Ländern stattfindet. In Deutschland wurde der FameLab 2011 zum ersten Mal aufgeführt. Die Redezeit ist auf drei Minuten begrenzt und die Präsentation ist ein Vortrag ohne Requisiten wie z.B. Powerpoint. Auch beim FameLab sind Kreativität und Sachverstand nötig, um einen Preis zu gewinnen.

Mit professionellem Wissenschaftsmarketing und der richtigen Kommunikation werden Wissenschaftler und ihre Ergebnisse in der Gesellschaft eher wahrgenommen. Haben auch Sie Lust, ein wenig frischen Wind in den Elfenbeinturm zu bringen? Und möchten Sie Ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse Nichtfachleuten erklären? Kein Problem! Betreiben Sie Wissenschaftsmarketing in eigener Sache: Laden Sie einfach einen spannenden Text, eine Fotoreportage oder ein kurzes Video, das von Ihrer wissenschaftlichen Arbeit erzählt, in der Community-Gruppe „Facets of Science“ hoch – wir sorgen für das Publikum.

Das Einsteinmobil

Ein weiteres Beispiel für öffentlichkeitswirksame Vermittlung von Wissenschaft ist das Einsteinmobil. Die Firma Artewis berät und betreut solche Strategien „Wissenschaft in der Öffentlichkeit“.

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September 2012

Kommentare

VadimPerov
9. November 2012

Es ist ganz klar schoen- Patenten zu verkaufen.
Man sieht wie toll sind diese Konkurenz zwischen Apple und Samsung z.Bsp. Doch eine Idee zu entwikeln, es braucht Zeit und diese Sache muss gut bezahlbar sein.

lahsen
15. September 2012

nice

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