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Georg Forster-Forschungsstipendium: Alumni berichten

Das Georg Forster-Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung für Postdoktoranden und erfahrene Wissenschaftler aus Entwicklungs- und Schwellenländern bietet flexible Forschungsaufenthalte in Deutschland. Warum ein solches Stipendium nachhaltige Folgen hat, davon berichten zwei, die damit ihre Erfahrungen gemacht haben.

Fragt man Nora Medrano Mercado nach einem Tipp für Wissenschaftler, die einen Forschungsaufenthalt in Deutschland anstreben, fasst sie sich kurz: „Apply for Georg Forster fellowship!“, rät die promovierte Pharmazeutin und Biochemikerin aus Bolivien ihren Kolleginnen und Kollegen. Von 2004 bis 2005 war Nora Medrano selbst Georg Forster-Stipendiatin und arbeitete während ihres Forschungsaufenthalts an der Ruhr-Universität Bochum mit dortigen Wissenschaftlern in ihrem Fachgebiet der medizinischen Parasitologie zusammen. „I would encourage researchers from developing countries to apply for a Georg Forster fellowship in order to develop their scientific projects in a research institution in Germany in coordination with an academic host“.

Mit dem Georg Forster-Forschungsstipendium flexibel forschen

Mit ihrer Empfehlung fasst Nora schon die Grundvoraussetzungen des Georg Forster-Forschungsstipendiums der Alexander von Humboldt-Stiftung zusammen: Es richtet sich speziell an Postdoktoranden und erfahrene Wissenschaftler aus Entwicklungs- oder Schwellenländern. Das geplante Forschungsvorhaben sollte dabei einerseits die Entwicklung des Heimatlandes des Stipendiaten im Blick haben sowie andererseits zum nachhaltigen Austausch von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden mit den deutschen Partnern beitragen. Für ihr Forschungsvorhaben wählen die Georg Forster-Stipendiaten ihren wissenschaftlichen Gastgeber in Deutschland selbst. Außerdem können sie den Zeitraum ihres Aufenthalts mit einer Dauer von sechs Monaten bis zu zwei Jahren flexibel gestalten. Erfahrene Wissenschaftler können bis zu 18 Monaten an einer deutschen Forschungseinrichtung arbeiten, wobei bis zu drei Aufenthalte innerhalb von drei Jahren möglich sind. Bewerben können sich Wissenschaftler aus sämtlichen Disziplinen der Natur-, Ingenieurs- und Geisteswissenschaften.

Erfolgreich zum Georg Forster-Forschungsstipendium

Die Alexander von Humboldt-Stiftung vergibt jährlich bis zu 80 Georg Forster-Forschungsstipendien, wobei in den letzten Jahren etwa ein Drittel aller Bewerbungen erfolgreich waren. Darunter war auch die des promovierten Biochemikers Victor Kuete aus Kamerun, der an der Universität in Dschang zu heilkräftigen Pflanzen in der Krebstherapie forschte. Als Georg Forster-Stipendiat arbeitete er während insgesamt drei Forschungsaufenthalten im Zeitraum von 2012 bis 2014 an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Interessierten Wissenschaftlern rät er: „A strong research background, a well-designed research project and good publication output in reputable international journals are the key to success for Georg Forster fellowship applications“.

Internationale Wissenschaftler gemeinsam im Kampf gegen schwere Krankheiten

Nora Medrano ist Professorin und Forscherin im Fachbereich Biologie an der San Simón Universität in Cochabamba. Für sie ist das Georg Forster-Forschungsstipendium eine einzigartige Chance, bei ihren Forschungen zu neuen Diagnoseinstrumenten der Chagas-Krankheit mit deutschen Wissenschaftlern zu kooperieren: „It's the best way of contributing to an exchange of knowledge“.

Im Austausch mit dem Team der Wissenschaftler an der Abteilung für Zoologie und Parasitologie der Ruhr-Universität Bochum setzt Nora bis heute den Kampf gegen die Chagas-Krankheit fort. Diese infektiöse Erkrankung wird durch den Einzeller Trypanosoma cruzi hervorgerufen und ist vor allem in Mittel- und Südamerika – darunter Noras Heimatland Bolivien – verbreitet. Die durch das Georg Forster-Forschungsstipendium angestoßene wissenschaftliche Kooperation zwischen Nora und ihren Kollegen in Deutschland setzte sich auch in Bolivien fort und wurde in Publikationen internationaler Wissenschaftsjournale zum Thema Chagas-Krankheit veröffentlicht.

Das Georg Forster-Programm für nachhaltige Forschungskooperationen

„The fellowship has helped me to gain additional experience that allowed me to implement my research program at home“, so Victor Kuetes. Für die Zukunft verspricht er sich unterschiedliche Möglichkeiten für eine kontinuierliche Zusammenarbeit. Georg Forster-Stipendiaten haben die Gelegenheit, Kontakte mit anderen Wissenschaftlern, Forschungseinrichtungen und Förderorganisationen in Deutschland zu knüpfen, die eine solche Unterstützung gewährleisten können. Außerdem bietet das Georg Forster-Programm selbst allen ehemaligen Stipendiaten auch eine umfangreiche Alumni-Förderung, etwa in Form eines Rückkehrstipendiums oder erneuter Deutschlandaufenthalte.

Nora Medrano weist zudem noch auf einige Vorteile für Ehepartner und Kinder von Georg Forster-Stipendiaten hin. Auch sie werden im Rahmen des Stipendiums finanziell und organisatorisch unterstützt. Für die Alumna knüpft sich an das Georg Forster-Forschungsstipendium vor allem ihr Engagement für die Entwicklung ihres Landes: „I hope to continue working in lively and mutual collaboration with German scientists and contributing to the health of society“.

Kommentare

Avdo Kametovic
10. Februar 2016

Sehr geehrte Herren, ich bin sehr daran interessiert, in der wissenschaftlichen Forschung, aber auf dem Gebiet der Wirtschaft (Economics), wenn man bedenkt, dass ich ein Master of Economics, Fachgebiet Accounting und Auditing (externa und interne Revision). In diesem Bereich habe ich mehr als ein Dutzend wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, und Autor des Buches: Buchhaltung und Finanzwesen für Manager-modernen Ansatz. Ich war immer bereit und über das Thema seiner Doktorarbeit vorbereiten: Die Rolle der externen Auditing im Kampf gegen die Korruption, und über das Thema: Die Rolle der Forensic Accounting und Auditing bei der Aufdeckung von Betrug, Geldwäsche und Korruption. Aber ich bin nicht in der finanziellen Lage für ein Promotionsstudium zu zahlen in.
Bei Bedarf liefern und CV.
Bei allem Respekt, eine schöne Begrüßung.
Ihre Avdo

Dora Kulova
10. Februar 2016

Mich interessiere welt prpgram fur Leben in Zukunft

Dora Kulova
10. Februar 2016

Sehr geehrte Freunde
Ich interrssiere mich an ihren Studium and Forshung
Meine Ausgebild ist Medical Arz

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