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Sauberes Wasser für Entwicklungsländer

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Was bedeutet sauberes Nutz- und Trinkwasser für Ihre Heimat – eine Selbstverständlichkeit oder Zukunftsmusik? In ärmeren Weltregionen sind viele Technologien zur Reinigung von Wasser nicht zu bezahlen. Gewässerforscher Nihar Ranjan Samal kennt das Problem aus Ostindien, wo er zu Hause ist. Erfolgreich arbeitet er an innovativen Lösungen.


Nihar Samal kennt die Gewässer der Welt: Während seines ersten Forschungsaufenthalts in Deutschland untersuchte der Limnologe – zu deutsch: Gewässerforscher – den Bodensee. Vier Jahre später analysierte er die städtischen Seen der indischen Metropole Kalkutta. Derzeit nimmt er die Trinkwasserreservoirs der Stadt New York unter die Lupe. Er versucht herauszufinden, welchen Einfluss der Klimawandel auf die Wasserverschmutzung hat. Bei all seinen Forschungsprojekten hat Nihar Samal ein Ziel vor Augen: Er will dazu beitragen, Wasser als eine sichere und gesunde Ressource zu erhalten. Deshalb kämpft er mit zukunftsweisenden Technologien gegen Wasserverschmutzung und für ein nachhaltiges Wassermanagement – besonders in Entwicklungsländern.

 

In Nihar Samals ostindischer Heimat verseuchen vor allem Arsen, Eisen und Fluoride das Grundwasser, die Seen und Flüsse. „Das ist besonders schlimm, weil die Menschen dieses Wasser zum Trinken und Bewässern ihrer Felder benutzen“, erklärt Nihar Samal, der inzwischen am National Institute of Technology Durgapur in Ostindien arbeitet. Vor allem für die armen ländlichen Gegenden müssen Wissenschaftler deshalb kostengünstige Lösungen für eine saubere und sichere Wasserversorgung finden.


Wasserkonzept ausgezeichnet


Viele Ansätze für Lösungen kommen von deutschen Umweltwissenschaftlern. „Aus diesem Grund wollte ich in Deutschland forschen“, sagt Nihar Samal. Mit einem Stipendium des DAAD kam er als Promotionsstudent 2004 an das Limnologische Institut der Universität Konstanz. Dort entwickelte er für den Bodensee ein Modell, mit dem man anhand von Temperaturdaten den Verschmutzungsgrad des Wassers vorhersagen kann. Seine Zeit in Konstanz war der erste Auslandsaufenthalt des Limnologen – und nicht der letzte.

Denn 2009 erhielt Nihar Samal den Green Talents Award, den das Bundesforschungsministerium verleiht. Über 150 junge Wissenschaftler aus der ganzen Welt, die an nachhaltigen Technologien arbeiten, hatten sich um die Auszeichnung beworben – Nihar Samal gewann einen der 15 begehrten Preise. Die Jury war durch seine vielen Publikationen und Preise auf den jungen Forscher aufmerksam geworden. In seinen damaligen Arbeiten beschäftigte sich Nihar Samal vor allem damit, wie Süßwasser aufbereitet und reingehalten werden kann.


Weltweit aktiv gegen Wasserverschmutzung


„Die Auszeichnung gab mir viel Schwung“, sagt der 1975 geborene Wissenschaftler. Danach konnte er fünf seiner Studenten mit einem Forschungsstipendium nach Deutschland schicken. Er selbst kam 2009 für einen dreimonatigen Aufenthalt zurück, knüpfte weitere Kontakte in Wissenschaft und Industrie und nahm an einer internationalen Konferenz teil. Daraus entwickelten sich Kooperationen mit Hochschulen aus Vietnam und Kenia. „Es ist sehr wichtig, dass wir unser Wissen mit allen Entwicklungsländern teilen“, sagt der engagierte Forscher. „Nur so können wir auch für die ärmsten Weltregionen sinnvolle Konzepte für sauberes Wasser entwickeln.“

 


Interessieren auch Sie sich für einen schonenden Umgang mit der Ressource Wasser? Forschen Sie an nachhaltigen Technologien für Entwicklungsländer? Vernetzen Sie sich hier:

 

Alumniportal-Deutschland-Gruppe "Water and Energy" 

Alumniportal-Deutschland-Gruppe "Climate Change and Related Issues" 

Alumniportal-Deutschland-Gruppe "Renewable Energy in India" 

Webinar "The water and energy nexus" 


Selvan Nanjundaswamy sagt...

4. Dezember 2011

Vielen Dank fuer die muehe von Herrn Samal. Er hat shon angefangen was fuer indien sehr wichtig und fuer arme leute hier im indien. Wir wuenschem alle beste fuer Samal.

drpbh sagt...

3. Dezember 2011

Konzept alleine genuegt nicht.Aber
TUN TUN TUN und zwar auch mit KONZEPT



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