„Corona hat mein Leben verändert“

Stephen Bidii Ngalah ist Doktorand an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg. Ngalah stammt aus Mombasa in Kenia und wählte Deutschland für seine medizinischen Forschungen, da das Land Sicherheit und Hochschulen mit hohem Ranking bietet. Darüber hinaus investiert Deutschland in moderne Technologien, worin Stephen Bidii Ngalah den Schlüssel für die erfolgreiche Entwicklung auch seines Heimatlandes sieht. Seit Beginn der Covid-19-Krise greift er verstärkt auf die Nutzung von Onlineressourcen zurück. Sogar seine Karrierepläne haben sich verändert: Er tendiert jetzt eher in Richtung Bioinformatik anstatt experimentelle Forschung in der Molekularmedizin.

Der DAAD-Stipendiat hat sich auf Krebsforschung spezialisiert. Zurzeit führt er bioinformatische Analysen von Daten aus dem Krebsforschungsprogramm The Cancer Genome Atlas durch, um seine im Rahmen der Dissertation aufgestellten Hypothesen zu validieren. Darüber hinaus nutzt er die Zeit, seine wissenschaftlichen Ergebnisse online zu präsentieren, denn er plant einen Forschungsaufenthalt, um seine Fähigkeiten in der Bestimmung der Toxizität verschiedener Chemikalien in Leberzellen und der damit zusammenhängenden Veränderungseffekte zu verbessern.

Nach seiner Promotion möchte Stephen Bidii Ngalah Gemeinschaften in Entwicklungsländern fördern und stärken. Er plant, seine Forschungen und die wissenschaftliche Arbeit fortzusetzen, um die Gründung gemeinnütziger und anderer Nichtregierungsorganisationen zu unterstützen.

Interview: Marlene Thiele

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Juli 2020

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