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Die Insekten sterben

Sprachniveau A2

Noch vor einigen Jahren summte und brummte es in der Luft, wenn man auf einer Wiese stand. Es gab viele verschiedene Schmetterlinge, zahlreiche nützliche Insekten flogen umher. Heute ist es still geworden in der Natur – und das macht Naturschützern große Sorgen.

Entomologen – das sind Insektenforscher – haben 27 Jahre lang Insekten gesammelt. Das Ergebnis: Der Bestand an fliegenden Insekten ist um über 75 Prozent zurückgegangen. Die Daten stammen aus 63 Standorten in Naturschutzgebieten in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg.

Pestizide in der Landwirtschaft

Das Bundesumweltministerium und Forscher glauben, dass die intensive Landwirtschaft der Grund ist. Hier werden große Mengen von Pestiziden eingesetzt. Weniger Insekten bedeutet weniger Nahrung für Vögel und Fledermäuse. So verschwinden auch diese Arten.

Besonders stark betrifft das die Bienen. Die Pestizide aus der Landwirtschaft schaden ihnen erheblich. Daneben leiden sie häufig unter Milben, Viren und Bakterien.

Zu kleine Naturschutzgebiete

Rund 60 Prozent aller Naturschutzgebiete in Deutschland sind kleiner als 50 Hektar. Daher werden sie stark von der Landwirtschaft beeinflusst. In Deutschland gibt es rund 33.000 Insektenarten. 7.800 Arten sind gefährdet, viele sind bereits ausgestorben

Fragen A2:

    • Wer ist alarmiert, weil es so viel weniger Insekten gibt?
    • Was glauben Forscher ist der Grund für das Insektensterben?
    • Welche Insektenart ist besonders gefährdet?

    Sprachniveau B2

    Noch vor Jahren summte und brummte es in der Luft, wenn man auf einer Wiese stand. Es gab viele verschiedene Schmetterlinge, zahlreiche nützliche Insekten flogen umher. Heute ist es still geworden in der Natur – und das macht Naturschützern große Sorgen.

    Viele ehrenamtliche Entomologen – das sind Insektenforscher – haben 27 Jahre lang Insekten gesammelt. In speziellen Fallen fangen sie die Fluginsekten und wiegen sie. Das Ergebnis: Die Biomasse von fliegenden Insekten ist insgesamt um über 75 Prozent zurückgegangen. Die Daten stammen aus 63 Standorten in Naturschutzgebieten in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg.

    Pestizide in der Landwirtschaft

    Das Bundesumweltministerium und Forscher vermuten, dass die intensive Landwirtschaft in vielen Teilen Deutschlands der Grund sei. Denn hier werden große Mengen von Pestiziden eingesetzt. Das Insektensterben beeinflusst die Nahrungskette, denn so verschwinden auch viele Vögel oder Fledermäuse.

    Besonders stark betrifft das die Bienen. Sie leiden häufig unter Milben, Viren und Bakterien. Und die Pestizide aus der Landwirtschaft schaden ihnen noch mehr. 

    Zu kleine Naturschutzgebiete

    Rund 60 Prozent aller Naturschutzgebiete in Deutschland sind kleiner als 50 Hektar. Daher werden sie stark von ihrer Umgebung, also der Landwirtschaft, aber auch vom Verkehr beeinflusst. Den Klimawandel schließen die Naturschützer als Ursache aus. 

    Was das massenhafte Sterben der Insekten verursacht habe, sei noch nicht hinreichend geklärt, sagen die Naturschützer. Aber viele Anzeichen deuten auf eine „weitreichende Vergiftung“ der Insekten hin, Schuld seien Pestizide.

    In Deutschland gibt es etwa 33.000 Insektenarten. 7.800 Arten stehen in der Roten Liste. Das bedeutet: Fast 40 Prozent dieser Arten sind mindestens bestandsgefährdet, viele sind bereits ausgestorben. Bei den Wildbienen gilt bereits jetzt über die Hälfte der Arten als bestandsgefährdet.

    Fragen B2:

    • Welche Geräusche machen fliegende Insekten?
    • Wie viel Prozent weniger Insekten haben Entomologen ermittelt?
    • Was passiert in der intensiven Landwirtschaft?
    • Worunter leiden besonders die Bienen?
    • Wie viele Insektenarten stehen auf der Roten Liste? 

    November 2017

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