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Mode aus Deutschland – Doch was ist wirklich „Made in Germany“?

Sprachniveau A2

Namen wie Wolfgang Joop und Gabriele Strehle sind in der internationalen Modeszene längst bekannt. Auf der Fashion Week in Berlin  (14. – 19. Januar 2014) hatten aber auch unbekannte Modeschöpfer die Chance, ihre Kreationen vorzustellen.

Mode „Made in Germany“ oder nur zusammengenäht?

Beginnen wir mit einer kritischen Nachricht: Nach Informationen der Zeitschrift Ökotest ist weniger als fünf Prozent der angebotenen Bekleidung in Deutschland selber produziert worden. Das in der Kleidung eingenähte Schild bedeutet nur, wo die letzte Verarbeitung stattfindet, einzelne Teile werden meistens in Asien hergestellt. Nach den Unglücken in Textilfabriken in Bangladesh sind viele Modehersteller in die Kritik geraten. Kunden, die Wert auf nachhaltig produzierte Kleidung legen, fragen auch nach den Produktionsbedingungen.

Nun die gute Nachricht: Es gibt zahlreiche Hersteller, die alles in Deutschland produzieren. Etwa „Trigema“, Deutschlands größter Hersteller von Sport- und Freizeitbekleidung. Täglich werden in den Werken von Wolfgang Grupp bis zu 40.000 Kleidungsstücke gefertigt.

Trippen-Schuhe sind „der Renner“

Aus Berlin stammt der Schuhproduzent Trippen. Holz, Gummi und pflanzlich gegerbtes Leder sind die Rohstoffe, aus denen die Schuhe gefertigt werden. Sie sind besonders im Ausland beliebt – ein „Renner“, wie man sagt. Denn 80 Prozent der Stiefel und Schuhe werden exportiert.

Ein anderes Beispiel ist „Slowmo“ der Geschwister Felicia und Melchior Moss. „Slomo“ bedeutet „slow motion“, es geht den Designern um hochwertige Materialien und Langlebigkeit der Produkte. Diese werden in einem kleinen Betrieb in Berlin genäht, die Strickwaren kommen aus Thüringen.

Frage A2:

  • Wo findet jedes Jahr die berühmte Fashion Week statt

Text und Antworten in der Community


Sprachniveau B2

Namen wie Wolfgang Joop und Gabriele Strehle sind in der internationalen Modeszene längst bekannt und fehlen auf keiner Modenschau. Auf der Fashion Week in Berlin  (14. – 19. Januar 2014) hatten auch bislang unbekannte Modeschöpfer die Chance, ihre Kreationen vorzustellen.

Mode „Made in Germany“ oder nur zusammengenäht?

Beginnen wir zunächst mit einer nachdenklich stimmenden Nachricht: Nach Informationen der Zeitschrift Ökotest ist weniger als fünf Prozent der angebotenen Bekleidung in Deutschland selber produziert worden – auch wenn das eingenähte Schild und die Werbung etwas anderes aussagen. Das Schildchen nämlich deutet, so erklärt es die EU-Kommission, auf die Herkunft eines Produktes. Das ist also das Land, „wo die letzte wesentliche, wirtschaftlich gerechtfertigte Be- und Verarbeitung stattfindet.“

Nach den Unglücken in Textilfabriken in Bangladesh sind viele Modehersteller in die Kritik geraten. Kunden, die Wert auf nachhaltig produzierte Kleidung legen, fragen auch nach den Produktionsbedingungen.

Nun die gute Nachricht: Es gibt zahlreiche Hersteller, die alles in Deutschland produzieren. Etwa „Trigema“, Deutschlands größter Hersteller von Sport- und Freizeitbekleidung. Täglich werden in den Werken von Wolfgang Grupp bis zu 40.000 Kleidungsstücke gefertigt. Die Garne werden vor Ort verstrickt oder verwoben. Auch das Färben, Bleichen, Bedrucken oder Besticken der Stoffe und schließlich der Zuschnitt und die Konfektion finden in Deutschland statt.

Trippen-Schuhe sind „der Renner“

Aus Berlin stammt der Schuhproduzent Trippen. Holz, Gummi und pflanzlich gegerbtes Leder sind die Rohstoffe, aus denen die Schuhe gefertigt werden. Sie sind besonders im Ausland beliebt – ein „Renner“, wie man sagt. Denn 80 Prozent der Stiefel und Schuhe werden exportiert, besonders beliebt sind sie in Japan.

Ein anderes Beispiel ist „Slowmo“ der Geschwister Felicia und Melchior Moss, ebenfalls in Berlin-Friedrichshain. „Slomo“ bedeutet „slow motion“, es geht den Designern um Ruhe und Beständigkeit, hochwertige Materialien und Langlebigkeit der Produkte. Die Produkte werden in einem kleinen Betrieb in Berlin-Tempelhof genäht, die Strickwaren kommen aus Thüringen.

Fragen B2:

  • Welche berühmte Modenschau findet jedes Jahr in Berlin statt?
  • Was bedeutet es, wenn man ein Produkt als einen "Renner" beschreibt?

Text und Antworten in der Community

Januar 2014

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