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Privatschulen sind im Trend

Sprachniveau A2

Der Rückgang der Schülerinnen und Schüler um 4 Prozent im aktuellen Schuljahr ist schnell erklärt: Die Deutschen bekommen heute weniger Kinder – im Durchschnitt 1,47 Kinder pro Frau, 1960 waren es noch 2,5 Kinder. Doch mit der verstärkten Zuwanderung können sich diese Zahlen bald ändern.

79 Prozent mehr Privatschulen

Ob Waldorfschule, Montessorischule oder eine Schule in kirchlicher Trägerschaft - jeder 11. Schüler in Deutschland sucht eine Alternative zum staatlichen Schulwesen. Wie das Statistische Bundesamt berichtet, gibt es heute 79 Prozent mehr private Schulen in Deutschland als noch 1992.

Hoher Unterrichtsausfall

Woher kommt dieses Wachstum? Neben dem Argument, dass die Kinder auf Privatschulen individueller gefördert werden, beklagen Eltern die enorm hohen Unterrichtsausfälle an deutschen staatlichen Schulen: Pro Woche fallen im Schnitt eine Million Stunden aus. An Gymnasien sind das 2.000 Stunden jeden Schultag, berichtet der Philologenverband. Das Problem: Es gibt kaum Vertretungslehrer.

Argumente pro Privatschule

Privatschulen arbeiten eigenständig und können sich schnell an neue Entwicklungen anpassen. Sie arbeiten wie Wirtschaftsbetriebe und sind auf die Zufriedenheit ihrer Schüler und vor allem der Eltern angewiesen. Private Schulen stellen ihre Lehrer selbst ein und können sich aussuchen, wer zu ihrem Schulkonzept am besten passt. Unterrichtsausfall ist an den meisten freien Schulen ein Fremdwort.

Der Erfolg von Schülern beim Bildungsabschluss ist in öffentlichen Schulen und Privatschulen übrigens nahezu gleich. In privaten Gymnasien erreichten 85,6 Prozent im Gegensatz zu 85 Prozent an staatlichen Gymnasien das Abitur.

Fragen A2:

  • Wie viele Schüler gibt es aktuell?
  • Was ist eine Alternative zur öffentlichen Schule?
  • Was ist das größte Problem an den öffentlichen Schulen?

Text und Antworten in der Community


Sprachniveau B2

Der Rückgang der Schülerinnen und Schüler um 4 Prozent im aktuellen Schuljahr ist schnell erklärt: Die Deutschen bekommen heute weniger Kinder – im Durchschnitt 1,47 Kinder pro Frau, 1960 waren es noch 2,5 Kinder. Doch mit der verstärkten Zuwanderung können sich diese Zahlen bald ändern.

79 Prozent mehr Privatschulen

Ob Waldorfschule, Montessorischule oder eine Schule in kirchlicher Trägerschaft - jeder 11. Schüler in Deutschland sucht eine Alternative zum staatlichen Schulwesen. Wie das Statistische Bundesamt berichtet, gibt es heute 79 Prozent mehr private Schulen in Deutschland als noch 1992. Aktuell gibt es  ca. 5.770 allgemeinbildende und berufliche Privatschulen in ganz Deutschland. Das sind 13,6 Prozent bei insgesamt 42.493 allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.

Hoher Unterrichtsausfall

Woher kommt dieses Wachstum? Neben dem Argument, dass die Kinder auf Privatschulen individueller gefördert werden beklagen Eltern die enorm hohen Unterrichtsausfälle an deutschen staatlichen Schulen: Pro Woche fallen im Schnitt eine Million Stunden durch Krankheit, Fortbildung oder Schwangerschaften von Lehrpersonal aus.

An Gymnasien sind das 2.000 Stunden jeden Schultag, berichtet der Philologenverband. Etwa drei bis vier Prozent des Unterrichts werden ersatzlos gestrichen. Vier bis sechs Prozent der Stunden werden die Schüler in einem anderen Fach unterrichtet – statt Mathematik dann vielleicht eine Zeichenstunde. Das Problem wird vor allem darauf zurückgeführt, dass es kaum Vertretungslehrer gebe und nicht schnell genug Ersatz kurzfristig eingestellt werden kann.

Argumente pro Privatschule

Hinter den Privatschulen wie der Waldorfschule oder kirchlichen Schulen steht ein pädagogisches oder weltanschauliches Profil. Privatschulen arbeiten eigenständig und können sich schnell an neue Entwicklungen anpassen. Sie arbeiten wie Wirtschaftsbetriebe und sind auf die Zufriedenheit ihrer Schüler und vor allem der Eltern angewiesen. Private Schulen stellen ihre Lehrer selbst ein und können sich aussuchen, wer zu ihrem Schulkonzept am besten passt. Unterrichtsausfall ist an den meisten freien Schulen ein Fremdwort.

Privatschulen sind übrigens für jeden zugänglich; nicht zuletzt ist die gesellschaftliche Durchmischung der Schülerschaft auch entscheidend für den pädagogischen Erfolg.

Die Erfolgsquote von Schülerinnen und Schülern beim Bildungsabschluss ist in öffentlichen Schulen und Privatschulen übrigens nahezu gleich. In privaten Gymnasien erreichten 85,6 Prozent im Gegensatz zu 85 Prozent an staatlichen Gymnasien das Abitur.

Fragen B2:

  • Wie viel mehr – in Prozent – Privatschulen gibt es heute als noch 1992?
  • Wie viele Stunden fallen in Deutschland an Unterricht aus?
  • Warum fällt so viel Unterricht aus?
  • Wie arbeiten Privatschulen?
  • Wie ist der Erfolg beim Bildungsabschluss an Privatschulen??

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April 2016

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