Von der Gründerzeit zum Brutalismus – Architektur in deutschen Städten

Sprachniveau A2

Gründerzeit

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden in Deutschland die Häuser der sogenannten Gründerzeit. Die Bürger begeisterten sich für einen prachtvollen Stil und verzierten die Fassaden ihrer Häuser.

Modernismus

Vielen Künstlern gefiel dieser Stil nicht. Es setzte sich nach und nach der Wunsch nach funktionalen statt prächtigen Bauwerken durch. In England legten Architekten Wert auf hohe Qualität. In Amerika wurden nüchterne Bürogebäude modern. Auch in Deutschland änderte sich die Bauweise. Der Modernismus hatte großen Einfluss auf die nachfolgenden Stilrichtungen.

Bauhaus

Der Bauhaus-Stil gilt als wichtigste Architekturbewegung des Modernismus. Seine Bauweise war klar, praktisch und funktional. Gründer des Bauhaus-Stils war der Architekt Walter Gropius. Er eröffnete im Jahr 1919 die modernste Kunstschule ihrer Zeit: das „Staatliche Bauhaus in Weimar“. Mit seinen Schülern entwickelte Gropius unter anderem Siedlungen des sozialen Wohnungsbaus, wie zum Beispiel den Weißenhof in Stuttgart oder den Dammerstock in Karlsruhe.

Brutalismus

In den 1960er und 1970er-Jahren entstand der Baustil des Brutalismus mit riesigen, unbearbeiteten Fassaden aus Beton. Beispiele sind die Versöhnungskirche in Dachau von Helmut Striffler und „Die Kirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit“ in Wien von Fritz Wotruba. Während die massiven Nachkriegsbauten in den letzten Jahrzehnten nicht besonders geschätzt wurden, werden sie heute wieder beliebter. 

Fragen A2:

    • Wer gründete den Bauhaus-Stil?
    • Welche Siedlungen bauten die Bauhaus-Architekten?
    • Aus welchem Material wurden die Bauwerke des Brutalismus gebaut?

    Juli 2018

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