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Online-Studium: Virtuelle Mobilität und Bildungsangebote

Von virtuellen Begegnungen geht eine gewisse Faszination aus. Dies zeigt sich etwa in der ungebrochenen Beliebtheit von Chat-Rooms und vernetzten Online-Spielen. Daneben gewinnen aber auch mehr und mehr virtuelle Bildungsangebote wie das Online-Studium und sogenannte MOOCs („Massive Open Online Courses“) an Bedeutung, die teilweise enorme Auswirkungen auf die Arbeits- und Lernumgebung der Menschen haben.

Im Bildungsbereich findet derzeit ein Paradigmenwechsel statt - weg von der Präsenzpflicht hin zu Online-Angeboten. So haben Studierende beim Online-Studium die Möglichkeit, Erfahrungen in internationalen Projekten oder Praktika zu sammeln, ohne ihren Wohn- oder Studienort zu verlassen. Hierdurch erhöhen sich die Chancen für eine globale Bildungsgerechtigkeit deutlich, denn physische Mobilität ist nicht mehr Voraussetzung für den Zugang zu speziellen Bildungsangeboten. Die Inhalte können überall auf der Welt von jedem genutzt werden.

Bildungsangebote im Online-Studium fördern die virtuelle Mobilität

Ein Online-Studium kann auch dazu führen, dass Studierende ganz neue Interessenbereiche für sich entdecken. In diesem Fall entsteht also eine Mobilität von Inhalten, während die Personen selbst dafür nicht den Ort wechseln müssen.

Interessante Wechselbeziehungen treten wiederum auf, wenn durch die virtuellen Angebote reale Begegnungen entstehen. So gründen sich gelegentlich lokale Lerngruppen, sogenannte Meetups, in denen sich die Teilnehmer, die über die Online-Portale vernetzt sind, persönlich treffen; das funktioniert allerdings eher in größeren Städten.

Online-Kurse revolutionieren die Bildung weltweit

Immer mehr Menschen auf der Welt nutzen die Möglichkeit des Online-Studiums. Vor allem in den USA gewinnen MOOCs mehr und mehr an Bedeutung. An den oft anspruchsvollen Online-Seminaren können sehr viele Studenten teilnehmen – überfüllte Hörsäle gehören damit der Vergangenheit an. Derartige Online-Kurse und -Vorlesungen bieten unter anderem die Universitäten Harvard und Berkeley sowie das Massachusetts Institute of Technology an.

Online-Portale wie Coursera oder Udacity arbeiten mit mehreren Universitäten zusammen und machen ausgewählte Kurse im Netz verfügbar: „Wir wollen mit dem neuen Online-Portal Udacity die Hochschulbildung demokratisieren. Kurse, in deren Genuss sonst nur Studenten an renommierten Hochschulen kommen, sollen für alle Menschen verfügbar werden, völlig unabhängig von Herkunft, Vermögen, Alter, Geschlecht“, sagt Sebastian Thrun, Professor für künstliche Intelligenz an der Stanford University, im Interview mit ZEIT Online.

Die Leuphana-Universität Lüneburg ist – neben dem Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam, das im Bereich Internet und Informatik lehrt – bisher eine der wenigen deutschen Unis, die Online-Kurse auf der eigenen Homepage anbietet.

Grenzen und Defizite beim Online-Studium

In manchen Fällen werden auch eher unbeliebte Universitätsstandorte durch den Zukauf virtueller Bildungsangebote von renommierten internationalen Instituten erheblich aufgewertet. Sie gewinnen auf diese Weise an Attraktivität, die sie über herkömmliche Hochschulpartnerschaften kaum erreichen würden. Auf der anderen Seite können kleine Universitäten ihre hochexzellenten Angebote auch international bedeutenden Universitäten zur Verfügung stellen und damit für ihre Verbreitung sorgen.

Die Bildungsangebote eines Online-Studiums können bislang noch kein vollständiges Hochschulstudium ersetzen. So lassen sich etwa On- und Offline-Studienangebote nicht immer miteinander vermischen beziehungsweise aufeinander abstimmen. Um ihre Kurse länderübergreifend kombinieren zu können, müssen die Studierenden zukünftig noch mehr untereinander und mit den Lehrkräften vernetzt werden. Zu den Chancen und Herausforderungen zählen auch interessante Aspekte wie Persönlichkeitsbildung und Erziehung zum kritischen Denken beim Online-Lernen.

Juni 2013

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Kommentare

Pratheeshkumar
1. Oktober 2015

Mein erlernter Beruf nutzt dir glaub ich nix aber ich erze4hl dir gern mal meienn Lebenslauf nach der mittleren Reife. Gelernt: Bfcrokauffrau, 3 Jahre. Nicht weil ich es wollte sondern weil ich nicht wusste was ich sonst machen soll und es irgendwie alle gemacht haben. Dann - kurz vor der Prfcfung - aufgehf6rt wegen Krankeit. Depression und Borderline dann Magersucht. Therapie ambulant, dann statione4r. Dann aufgehf6rt (Horror-Kliik), dann nochmal statione4r (super-Klinik) und abermals Ambulant im Anschluss. Ich hab in meinem Leben 5 Therapeuten gehabt, davon 3 sehr gute. Anschliedfend, mit Hilfe meiner Mama, fcberlegt was ich denn wirklich machen will im Leben. Also ICH. Okay, seit ich 4 Jahre alt bin wollte ich SChauspielerin werden. Aber das ist kein bodenste4ndiger Beruf. Das kann ich nicht machen. Doch, kann ich - so Mama. Also Schauspielschule gesucht, beworben, genommen worden. 3 Jahre Ausbildung zur staatlich anerkannten Schauspielerin (mit Diplom). Das war im Juli 2011. Seitdem versuche ich meienn Lebenstraum zu verwirklichen (Kinofilme, evtl. auch erstmal gute TV Produktionen). Im Moment spiele ich an nem kleinen Theater und jobbe halbtags. ICh zweifle regelme4ssig daran dass das was ich tue richtig ist. Aber ich will es so unbedingt und jetzt geb ihc sicher nicht mehr auf! Ach so, ich bin wie gesagt 25. In dem Alter sind andere Juniorchefs oder sonst was "tolles".

Miriam Moser
18. Dezember 2013

Es ist schwierig, Ihre Fragen konkret zu beantworten. Jeder Studiengang ist unterschiedlich lang (Bachelor oder Master). Jede Uni ist anders organisiert und die Studiengebühren variieren auch je nach Land, Fach und Abschluss.
Unter folgendem Link sind alle wichtigen Infos zusammengefasst:
onlinestudium.de

Bagus Prijono
13. Dezember 2013

Wie wird es realisiert?
Bisher sind 3 (mit fast gleicher) Frage aufgetaucht, aber noch keine Antwort drueber.
Gerne um weitere Auskunft.

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