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„Alles was war“– Die Toten Hosen feiern ihren 30. Geburtstag

Im Frühjahr 1982 gründeten ein paar junge Männer in Düsseldorf eine Punkrock-Band. Sie nannten sich Die Toten Hosen und spielten in einem Kellerclub in Bremen ihr erstes Konzert. Seitdem sind dreißig Jahre vergangen. Heute ist die Band um den Sänger Campino eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Rockbands aller Zeiten. Am 10. April 2012 kehrten sie zum Beginn ihrer Jubiläumstournee in den Bremer Club zurück.

Nachdem Die Toten Hosen in den ersten Jahren kommerziell wenig erfolgreich waren, gelang ihnen 1988 der Durchbruch mit dem Song „Hier kommt Alex“. Und ab dann gab es jede Menge Platzierungen in den Charts, Gold- und Platin-Auszeichnungen für ihre Plattenverkäufe und viele andere Musikpreise. Sie haben unzählige Konzerte in großen Hallen, Stadien und bei internationalen Rockfestivals gespielt, allein 15 Studio-Alben sowie eine Reihe Live-Platten und Compilations veröffentlicht. Außerhalb von Deutschland sind Die Toten Hosen in vielen Ländern Europas, aber auch in den USA, Südamerika, dem Nahen Osten und Zentralasien aufgetreten.

Kennen Sie aus Ihrer Zeit in Deutschland Lieder von den Toten Hosen wie z.B. „Hier kommt Alex“? Oder haben Sie vielleicht schon einmal ein Konzert der Band besucht? Erzählen Sie uns in der Gruppe KULTUR – CULTURE in der Community des Alumniportals Deutschland davon!

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Die Toten Hosen - Hier Kommt Alex

„Alles was war“

Sänger und Frontmann Campino und die anderen Bandmitglieder Michael „Breiti“ Breitkopf (Gitarre), Andreas „Andi“ Meurer (Bass), Andreas „Kuddel“ von Holst (Gitarre) und Vom Ritchie (Schlagzeug) haben natürlich nicht nur Erfolge gefeiert. Auch Krisen und Krankheiten, Alkohol- und Drogenexzesse haben sie gemeinsam durchlebt. Da Die Toten Hosen sich zum Teil schon aus der Schule kannten, erklärt Campino, hätten sie jedoch immer aufeinander aufgepasst. „In erster Linie sind wir alte Freunde, die gemeinsam Musik machen“.

Trotz kritisch-ironischer Lieder wie „Opium fürs Volk“ und „Kauf mich!“ enthalten die Songs der Toten Hosen sicher nicht mehr den provokativen Zündstoff ihrer Anfangsphase – diese war von der englischen Punkbewegung inspiriert. Die Musiker sind heute alle um die 50 Jahre alt und und längst ist ihre Rockmusik Mainstream. Aber ihren Idealen von damals sind sie treu geblieben. In ihren Liedern geht es nicht nur um Freundschaft, Liebe, Zusammenhalt und Glauben, Die Toten Hosen äußern sich auch zu politischen und sozialen Problemen. Seit vielen Jahren engagieren sie sich gegen Fremdenhass und Rechtsextremismus in Deutschland und setzen sich für Initiativen wie Oxfam und Pro Asyl ein.

Hymnen wie diese

Seit jeher laden die Gitarren-lastigen Songs der Toten Hosen mit ihren eingängigen Texten und einfachen Melodien aber besonders auch zum Feiern und Mitsingen ein. Viele ihrer Lieder, sei es „Steh auf, wenn du am Boden bist“ oder „Bayern“, haben etwas von populären Hymnen, die bei Konzerten, Parties oder im Fußballstadion von den Fans mitgesungen werden. Der bislang letzte Hit der Toten Hosen, „Tage wie diese“, wurde zu einer Art inoffizieller Hymne der Fußball-Europameisterschaft 2012 und erreichte sicher auch deshalb eine Nr.1-Platzierung in den deutschen Charts.

Zu ihrem 30. Geburtstag blickt die Band zurück auf „Alles was war“, passend zum Song aus dem Jahr 2009. Nachdem schon im November 2011 ein Best of-Album erschienen war, brachten Die Toten Hosen auf dem Doppelalbum „Ballast der Republik“ sowohl neue eigene Stücke als auch Coverversionen anderer deutscher Musiker heraus. Auf ihrer Jubiläumstournee 2012 waren sie unterwegs durch deutsche Wohnzimmer und standen im September auch wieder in Argentinien auf der Bühne. Denn „zum Aufhören ist es noch zu früh“, findet Campino.

Video Die Toten Hosen „Tage wie diese"

Oktober 2012

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