0 Finde ich gut

Internationale Forschungskooperationen: „Lang- und kurzfristige Ausbildungsmöglichkeiten stärken die Wissenschaft in Äthiopien“

Im Hörsaal oder im Labor: Dass die wissenschaftlichen Kapazitäten in Äthiopien und in anderen Ländern Subsahara-Afrikas in den letzten Jahren massiv ausgebaut werden, ist überall spürbar. Internationale Forschungskooperationen und wissenschaftliche Netzwerke unterstützen diese Entwicklung. Humboldtianerin Tiegist Abebe aus Addis Abeba verspricht sich nachhaltige Wirkungen für ihr Heimatland.

Acht Jahre hat die Genetikerin Tiegist Abebe aus Addis Abeba auf verschiedenen Karrierestufen in Deutschland verbracht. Sie ist mit der hiesigen Bildungslandschaft vertraut und sehr erstaunt über die enormen Entwicklungen in Wissenschaft und Forschung in ihrem Heimatland Äthiopien. Eine Reihe von Forschungskooperationen und wissenschaftlichen Programmen mit Deutschland werden zudem initiiert und kontinuierlich ausgeweitet. Die beteiligten Forschungseinrichtungen, Universitäten und natürlich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler selbst errichten dabei eine stabile Brücke zwischen den beiden Ländern.

Eine wissenschaftliche Brücke zwischen Äthiopien und Deutschland

Dr. Tiegist Abebe ist eine dieser Wissenschaftlerinnen. Nach ihrem Genetik-Studium an der Universität Alemaya erhielt sie 2005 ein Stipendium des Katholischen Akademischen Ausländer-Dienstes (KAAD) und studierte bis März 2010 Pflanzenzucht und Genetik an der Universität Bonn. „Nach meiner Promotion erhielt ich ein Georg Forster-Forschungsstipendium für Postdoktoranden der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH). Bis März 2013 war ich Humboldt-Stipendiatin an der Universität Bonn.“ Seitdem arbeitet Dr. Tiegist Abebe im Rahmen ihres Postdoc-Aufenthalts am Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES) und ist davon überzeugt, dass lang- und kurzfristige Ausbildungsmöglichkeiten im Rahmen von Forschungskooperationen mit Deutschland die Wissenschaft in Äthiopien stärken.

Forschungskooperationen mit nachhaltigen Folgen

Neben Äthiopien gehört auch Kenia zu den Ländern Subsahara-Afrikas, die ihre Hochschul- und Forschungskapazitäten stark ausbauen und ihre Forschungskooperationen mit Deutschland intensivieren. Die Zahl der äthiopischen Wissenschaftler, die ein Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalten haben, hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht. In Addis Abeba gründeten Humboldtianer gemeinsam mit Forschern aus anderen afrikanischen Ländern im Jahr 2011 auch das „African-German Network of Excellence in Science“ – kurz AGNES. Wissenschaftler aus der Region wollen untereinander und mit ihren Kollegen in Deutschland enger zusammenarbeiten sowie Nachwuchswissenschaftler für neue Forschungskooperationen gewinnen.

Im Rahmen des Deutsch-Südafrikanischen Wissenschaftsjahres 2012/2013 und aus Mitteln des Ministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Humboldt-Stiftung die „Neville Alexander-Gedächtnisinitiative“ eingerichtet. AGNES hat hierdurch eine Erweiterung erfahren und konnte unter anderem 15 Nachwuchswissenschaftler mit einem Preisgeld auszeichnen. Weitere Preise wurden für innovative Netzwerkideen innerhalb des Humboldt-Netzwerks vergeben.

Hohe Erwartungen an Forschungskooperationen

Die nachhaltige Entwicklung Afrikas hängt nicht zuletzt vom Erfolg gemeinsamer Bestrebungen ab, die sich etwa auf die Bereiche Gesundheit, landwirtschaftliche Entwicklung und Bildung konzentrieren. Hier sind wissenschaftliche Expertise und Austausch gefragt. Für Tiegist Abebe knüpfen sich neben den lang- und kurzfristigen Ausbildungsmöglichkeiten weitere, nicht nur auf ihr persönliches Forschungsfeld bezogene Erwartungen an künftige Forschungskooperationen mit Deutschland: „Ich erhoffe mir verschiedene Auswirkungen, etwa die Etablierung eines Standard-Laboratoriums und Weiterbildungen für Nachwuchsforscher und Frauen. Junge Wissenschaftler in Äthiopien erhalten selten eine Chance für solche Trainings. Und ich erwarte, dass innovative Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit deutschen Gastuniversitäten geschaffen werden.“Es geht der Wissenschaftlerin vor allem um nachhaltige Wirkungen. Wissenschaftliche Netzwerke wie das Alumni-Netzwerk der Humboldtianer unterstützen dies ihrer Ansicht nach durch den länderübergreifenden Austausch. Vor allem die Zusammenarbeit an Projekten, die für beide Länder relevant sind, bietet sich an, wie etwa Projekte zum Thema Klimawandel und gemeinsame Studien im Zusammenhang mit Nahrungssicherheit, Gesundheit, Bildung, Landwirtschaftliche Entwicklung und Capacity Building.

September 2013

Kommentare

fake kelly bag shop
20. Dezember 2014

Sac bandouli?re couleur pourpre?hermes

sabine müller
11. Dezember 2013

Hallo Allouache 1,
vielen Dank für die Grüße und viel Erfolg in Ihrem Gastland!

Allouache1
18. September 2013

Hallo,
Ich bin mit allen wissenschaftlichen Forschung in allen Ländern, insbesondere in Afrika.
Ich hoffe auch, dass Äthiopien hat sich zu einem der führenden Länder in diesem Bereich.
Ich habe eine große Ehre, Ihr Land zu besuchen, um aus der Nähe von diesem Erfolg zu sehen und unter den Aktionären sein.
Bitte akzeptieren Sie meine aufrichtigen Grüße und Dank

Jetzt kommentieren