Virtual Coffee Break auf dem Alumniportal Deutschland

"Technologie und digitale Innovationen in bewaffneten Konflikten"

Technische Hilfsmittel wie Mobilgeräte-Apps, GPS und andere Navigationssysteme sowie Telekommunikation per Smartphone oder Internet werden nicht mehr nur von Kriminellen und bewaffneten Gruppen verwendet, um Gewalt anzustacheln; sie dienen mittlerweile auch Zivilpersonen und Überlebenden dazu, Belege zu sammeln, Schutz zu suchen und sich selbst zu behaupten. So kommt beispielsweise in Gewaltszenarien eine App namens Witness („Zeuge“) zum Einsatz, mit deren Hilfe Menschenrechtsaktivist:innen Vorfälle fotografisch und filmisch dokumentieren können. Außerdem gibt es verschiedene Apps, mit denen Live-Aufnahmen per Smartphone direkt in Social-Media-Kanälen gestreamt werden können. Dank dieser mächtigen Technologien ist es möglich, Daten schnell und sicher zu erfassen und damit polizeiliche Ermittlungen und letztlich auch die juristische Strafverfolgung zu unterstützen. In diesem Talk präsentieren Alumni des DAAD reale Beispiele für neuartige Technologien, mit denen im Irak nach der Zerschlagung des Islamischen Staats (IS) und im Anschluss an Gewalttaten Informationen gesammelt und ausgewertet werden. Diese Tools nutzen künstliche Intelligenz (KI) zur Evaluierung von Beweismitteln, die in Gerichtsverhandlungen vorgelegt werden und zur Verurteilung der Täter:innen führen können.

 

Wann? 23. November 15:00 - 16:15 Uhr (MEZ)

Sprache: Englisch

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  • Mais Masadeh Mais Masadeh

Mais Masadeh ist Postdoc-Stipendiatin des DAAD und ehemalige Fulbright-Stipendiatin. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der Ruhr-Universität Bochum. Zu ihren Fachbereichen gehören Menschenhandel und Migrantenschleusung, langfristige Vertreibung sowie die Resilienz ethnisch-religiöser Minderheiten in Nachkonfliktsituationen. Ihre strategische Herangehensweise zeichnet sich durch die Einbindung von Kunst und Kultur in die Aufklärung über Aspekte der Zwangsmigration aus. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen allgemeinen und wissenschaftlichen Publikationen wie dem Journal of Refugee Studies, vom Berliner Wissenschaftsverlag, im Völkerrechtsblog und vom Reiss Center der New York University School of Law veröffentlicht. Vor ihrer Zeit am IFHV war Mais Masadeh u. a. am Wellesley College und bei der Internationalen Organisation für Migration (IOM) der Vereinten Nationen tätig. In den vergangenen zehn Jahren arbeitete sie mit humanitären Organisationen und Forschungseinrichtungen in Nordamerika, Jordanien, Deutschland sowie im Irak und in der irakischen Autonomen Region Kurdistan zusammen, mit den Schwerpunkten Zwangsmigration, irreguläre Migration und Integration in Nachkonfliktsituationen.

Über das Format

Die Virtual Coffee Break ist ein interaktives Format, das regelmäßig auf dem Alumniportal Deutschland stattfindet. Ihr Ziel ist es, einen Austausch und fruchtbare Diskussionen zu unterschiedlichen Themen, Initiativen und Projekten ermöglichen. Referent*innen sind Deutschland-Alumni, die zu unterschiedlichen Themen, einen kurzen Input-Vortrag halten und im Anschluss Fragen der Teilnehmenden beantwortet.

Die Veranstaltungen sind ein exklusives Angebot für die Mitglieder der Community. Für die Teilnahme ist eine (kostenlose!) Mitgliedschaft auf dem Alumniportal Deutschland erforderlich. Die Virtual Coffee Breaks finden als Zoom-Meeting statt. Eine Teilnahme ist auch über den Webbrowser (vorzugsweise Microsoft Edge oder Google Chrome) und ohne Zoom-Account möglich.

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November 2021