Ziel 3: Gesundheit und Wohlergehen

Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

Je ärmer die Menschen, desto niedriger die Lebenserwartung. Sozial Schwache werden schlechter medizinisch versorgt und leben häufiger in ungesunden Verhältnissen. Aber auch wohlhabende Menschen sind Gesundheitsgefahren ausgesetzt: Suchtkrankheiten, Verkehrsunfälle oder Umweltgifte sind nur einige Beispiele.

In den vergangenen Jahren gab es viele positive Entwicklungen. So gelang es, die Ausbreitung von HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose zu stoppen und die Kinder- und Müttersterblichkeit deutlich zu senken. Immer noch aber stellen Schwangerschaft und Geburt für viele Frauen weltweit eine Gefahr dar. In Industrieländern steigt die Zahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Alte und Kinder sind stets verwundbarer, denn sie können Gesundheitsgefahren weniger entgegensetzen. Und Epidemien wie Ebola oder HIV/AIDS können alle Alters- und Bevölkerungsgruppen und über Kontinente hinweg bedrohen. 

Was ist zu tun?

Viele Krankheits- und Todesfälle weltweit wären vermeidbar. Die Ursachen reichen von ungesunder Lebensweise, schlechter Versorgung oder mangelhafter Aufklärung über fehlende Impfstoffe bis hin zu Belastung des Lebensumfeldes durch Umweltverschmutzung. Möchte man allen Menschen medizinische Versorgung ermöglichen, muss mehr Geld investiert werden – etwa in die Beschäftigung von Ärzten, Psychologen und Hebammen und in die Forschung. Zudem gilt es, Gesundheitsgefährdungen zu verringern, beispielsweise durch verschmutztes Trinkwasser, Tabakkonsum oder ungeschützten Sexualverkehr. Gesetzliche Regelungen, Kontrollen und Aufklärung können hier viel bewirken.

Daten und Fakten

  • Die Müttersterblichkeit sank zwischen 1990 und 2015 weltweit um 44 Prozent. Dennoch sterben jeden Tag immer noch 800 Frauen an den Folgen von Schwangerschaft oder Geburt.
  • 2014 waren weltweit 36,9 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert, 70 Prozent davon in Subsahara-Afrika.
  • Nicht übertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs waren 2012 weltweit für 68 Prozent aller Todesfälle verantwortlich.

3.1 Müttersterblichkeit senken

Bis 2030 die weltweite Müttersterblichkeit auf unter 70 je 100.000 Lebendgeburten senken

3.2 Kindersterblichkeit reduzieren

Bis 2030 den vermeidbaren Todesfällen bei Neugeborenen und Kindern unter 5 Jahren ein Ende setzen, mit dem von allen Ländern zu verfolgenden Ziel, die Sterblichkeit bei Neugeborenen mindestens auf 12 je 1.000 Lebendgeburten und bei Kindern unter 5 Jahren mindestens auf 25 je 1.000 Lebendgeburten zu senken

3.3 Tropenkrankheiten & Epidemien bekämpfen

Bis 2030 die Aids-, Tuberkulose- und Malariaepidemien und die vernachlässigten Tropenkrankheiten beseitigen und Hepatitis, durch Wasser übertragene Krankheiten und andere übertragbare Krankheiten bekämpfen

3.4 Physische & psychische Gesundheit

Bis 2030 die Frühsterblichkeit aufgrund von nichtübertragbaren Krankheiten durch Prävention und Behandlung um ein Drittel senken und die psychische Gesundheit und das Wohlergehen fördern

3.5 Sucht bekämpfen

Die Prävention und Behandlung des Substanzmissbrauchs, namentlich des Suchtstoffmissbrauchs und des schädlichen Gebrauchs von Alkohol, verstärken

3.6 Mehr Verkehrssicherheit

Bis 2020 die Zahl der Todesfälle und Verletzungen infolge von Verkehrsunfällen weltweit halbieren

3.7 Familienplanung ermöglichen

Bis 2030 den allgemeinen Zugang zu sexual- und reproduktionsmedizinischer Versorgung, einschließlich Familienplanung, Information und Aufklärung, und die Einbeziehung der reproduktiven Gesundheit in nationale Strategien und Programme gewährleisten

3.8 Gesundheitsversorgung für alle

Die allgemeine Gesundheitsversorgung, einschließlich der Absicherung gegen finanzielle Risiken, den Zugang zu hochwertigen grundlegenden Gesundheitsdiensten und den Zugang zu sicheren, wirksamen, hochwertigen und bezahlbaren unentbehrlichen Arzneimitteln und Impfstoffen für alle erreichen

3.9 Weniger Krankheiten durch Umweltgifte

Bis 2030 die Zahl der Todesfälle und Erkrankungen aufgrund gefährlicher Chemikalien und der Verschmutzung und Verunreinigung von Luft, Wasser und Boden erheblich verringern

3.a Tabakkonsum eindämmen

Die Durchführung des Rahmenübereinkommens der Weltgesundheitsorganisation zur Eindämmung des Tabakgebrauchs in allen Ländern nach Bedarf stärken

3.b Medikamente & Impfstoffe

Forschung und Entwicklung zu Impfstoffen und Medikamenten für übertragbare und nichtübertragbare Krankheiten, von denen hauptsächlich Entwicklungsländer betroffen sind, unterstützen, den Zugang zu bezahlbaren unentbehrlichen Arzneimitteln und Impfstoffen gewährleisten, im Einklang mit der Erklärung von Doha über das TRIPSÜbereinkommen und die öffentliche Gesundheit, die das Recht der Entwicklungsländer bekräftigt, die Bestimmungen in dem Übereinkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums über Flexibilitäten zum Schutz der öffentlichen Gesundheit voll auszuschöpfen, und insbesondere den Zugang zu Medikamenten für alle zu gewährleisten

3.c Mehr medizinisches Fachpersonal

Die Gesundheitsfinanzierung und die Rekrutierung, Aus- und Weiterbildung und Bindung von Gesundheitsfachkräften in den Entwicklungsländern und insbesondere in den am wenigsten entwickelten Ländern und den kleinen Inselentwicklungsländern deutlich erhöhen

3.d Besseres Risikomanagement

Die Kapazitäten aller Länder, insbesondere der Entwicklungsländer, in den Bereichen Frühwarnung, Risikominderung und Management nationaler und globaler Gesundheitsrisiken stärken

„Ich bin fest davon überzeugt, dass Vorsorge besser ist als Heilung. Alle Menschen müssen Informationen über die Bekämpfung von Krankheiten erhalten, damit sie sich über die unterschiedlichen weltweiten Gesundheitsprobleme in der Welt bewusst sind.“ 

Quelle: Alumniportal-Community

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