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Praxisprojekt Digitale Gesellschaft: Positive Impulse für das Entwickeln und Gestalten neuer Lösungen

Snezana Sando aus Serbien, Onur Günlü aus der Türkei und Rubén García aus Peru sind die Gewinner des zweiten virtuellen Praxisprojekts, das vom Alumniportal Deutschland organisiert wurde. Ihr Team „Digitizer“ überzeugte die Jury mit gründlicher Recherchearbeit und kreativen Lösungen und sammelte darüber hinaus  eine beeindruckende Menge Stimmen aus der Community. Im Interview mit dem Alumniportal berichten die drei Gewinner mehr über ihren beruflichen Hintergrund  und ihre Erfahrungen während des Projekts.

Ihr Team hat das Praxisprojekt gewonnen – was war Ihre erste Reaktion?

Snezana: Ich habe die Online-Preisverleihung live mitverfolgt. Als ich unser Logo entdeckt habe, war ich so glücklich, dass ich meine Freude mit allen Community-Mitgliedern, die zu der Zeit im Chat online waren, teilen musste.

Rubén: Ich habe ebenfalls am Webinar teilgenommen und es war sehr aufregend, die Ergebnisse des Wettbewerbs zu hören. Ich habe in dem Moment sogar eine Tonaufnahme gemacht, weil ich die finale Entscheidung schon seit Tagen mit Spannung erwartet hatte. Es war ein wirklich wertvoller Augenblick für mich, den ich als wichtige Erfahrung in Erinnerung behalten werde.

Onur: Da ich während des Webinars leider in einer Besprechung war, habe ich die Neuigkeiten durch Snezanas E-Mail erfahren. Ich habe zuerst gar nicht ganz realisiert, was ich da erreicht habe, aber als ich die Reaktionen der anderen Teilnehmer auf unseren Erfolg sah, war ich genauso glücklich wie Snezana!

Was machen Sie beruflich?

Snezana: Ich  promoviere an der Faculty of Technical Science, Industrial engineering and management/ investment management in Novi Sad, Serbien. In meiner Forschung beschäftige ich mich hauptsächlich mit der Entwicklung von Modellen für die Messung des Einflusses von Verhaltens-Faktoren bei der Entscheidungsfindung im Ingenieurswesen. Außerdem habe ich Erfahrung in der Erstellung digitaler Plattformen für kleine Unternehmen.

Onur: Ich bin ebenfalls Doktorand und arbeite am Institut für Nachrichtentechnik an der TU München. Dort forsche ich hauptsächlich zu informationstheoretischer Geheimhaltung in verschiedenen kryptographischen Systemen.

Rubén: Ich habe einen Bachelor in Systemtechnik und plane, meinen Master in Wirtschaftsinformatik an der Uni Saarbrücken zu machen. Derzeit arbeite ich freiberuflich als Programmierer und bin an verschiedenen Webprojekten beteiligt.

Wie haben Sie sich kennengelernt und Ihr Team gebildet?

Snezana: Ich habe zuerst in der Alumniportal-Community einen Forenbeitrag geschrieben, in dem ich meine Interessen und die Themengebiete, an denen ich gerne arbeiten wollte, vorgestellt habe. Daraufhin hat Onur mich kontaktiert. Später hat mir Rubén seinen Lebenslauf geschickt und wir haben unser Team „Digitizer“ gebildet.

Rubén: Ich habe viele Beiträge auf dem Alumniportal gelesen, in denen Mitglieder nach Teampartnern gesucht haben. Dort habe ich Snezana gefunden, die dieselben Interessen hatte wie ich, und habe sie angeschrieben. Sie hatte sich bereits mit Onur zusammengefunden und die beiden haben mich als drittes Teammitglied aufgenommen.

Onur: Als ich zum ersten Mal die Detailinformationen zum Praxisprojekt gelesen habe, dachte ich, dass „Digital Media“ ein Themengebiet ist, auf dem ich mich wirklich gut auskenne, auch wenn es um die technischen Details geht. Also suchte ich nach jemandem, der Hintergrundwissen zu digitalen Plattformen, die von Unternehmen genutzt werden, besaß. Snezana passte perfekt und so fingen wir an.

Wie haben Sie die Arbeit aufgeteilt, wer machte was?

Onur: Ich habe die Methodik und die erforderlichen Informationen koordiniert. Außerdem habe ich als Vertreter der Gruppe den Kontakt zum Alumniportal-Team gehalten, die Dokumente verwaltet, Informationen mit meinen Teammitgliedern geteilt und die Community-Gruppe aktualisiert. Kurz gesagt, waren meine Aufgaben das Koordinieren, Moderieren, Mitrecherchieren sowie Bearbeiten und Anpassen der Inhalte.

Snezana: Meine Rolle war die des Timekeepers: Ich stellte sicher, dass die Gruppe die erforderlichen Deadlines einhielt. Ich habe Lösungswege vorgeschlagen, wie wir die Aufgaben in der gegebenen Zeit effizient erledigen konnten. Bei Aufgabe 2 habe ich an der Recherche mitgearbeitet und bei Aufgabe 3 war ich an den Inhalten der Mindmap und der Dokumentation beteiligt.

Was bereitete die meisten Probleme?

Snezana: Die größte Herausforderung war es, einen Weg aus unseren endlos langen Diskussionen darüber zu finden, was uns an dem Projekt noch nicht zufriedenstellt.

Onur: Da stimme ich Snezana völlig zu!

Rubén: Für mich war die größte Herausforderung, Zeit für die gemeinsamen Treffen zu finden. Und ich war sehr kritisch gegenüber den Inhalten, die wir für unsere Arbeit benutzt haben, weil ich das bestmögliche Ergebnis erzielen wollte.

Was haben Sie in der Zusammenarbeit gelernt?

Snezana:  Alle Teammitglieder müssen während der Projektphase mit hohem Engagement dabei sein. Von Rubén habe ich viel über große Willenskraft und Motivation gelernt. Onur hat eine sehr effiziente Arbeitsweise.

Rubén: Mich hat Onurs Methodik sehr beeindruckt. Snezana als Timekeeper zu haben, war auch sehr wichtig für uns. Außerdem habe ich durch die Kommunikation mit meinen Teamkollegen mein Englisch um einiges verbessert und gelernt, wie man auf einer digitalen Plattform zusammenarbeitet.

Onur: Meine Erfahrung war, dass Teamarbeit beides bedeutet:  Tolle Erlebnisse, wenn alles gut läuft, aber auch gelegentliche Konflikte, die langfristig gesehen ein Team aber auch zusammenschweißen können.

Was hat Sie an dem Projekt fasziniert?

Snezana: Teamarbeit ist immer eine Herausforderung für mich und bringt mir neue Impulse für positives Denken sowie für das Entwickeln und Gestalten von neuen Lösungsansätzen für die effizientere Nutzung von Daten.

Rubén: Ich liebe das Alumniportal Deutschland und vor allem das Praxisprojekt, das großartige, talentierte Personen zusammenbringt, die motiviert sind, an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Ich habe viele Experten mit den unterschiedlichsten beruflichen Hintergründen kennengelernt, und alle hatten das Bestreben, sich auf professioneller und persönlicher Ebene weiterzuentwickeln.

Onur: Ehrlich gesagt waren wir manchmal so vertieft in die Arbeit, dass ich sogar vergessen habe, warum ich an diesem Projekt teilnehme. Das ist ein Zeichen, dass die Arbeit wirklich Spaß macht! Außerdem habe ich die gute Atmosphäre sehr geschätzt, die die Projektorganisatoren durch ihre Antworten, ihre motivierenden Mails und ihre Hilfe geschaffen haben.

Interview: Viola Erlenmaier und Eva Bergold

Erfahren Sie mehr über das Projekt und stöbern Sie in den Ergebnissen der Teilnehmer in unserem Artikel „18 Teams – 41 Teilnehmer – 26 Länder: Virtuelles Praxisprojekt zur Digitalen Gesellschaft“!

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Juli 2014

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