2 Finde ich gut

Zwischen zwei Welten: Migration hat viele Gesichter

Viele Menschen sorgen aus der Ferne für das Wohlergehen ihrer Familien: Sie arbeiten im Ausland und senden Geld nach Hause. Doch die Trennung von den Lieben ist oft nicht einfach – zum Beispiel für Xitlali aus Mexiko, die als Kindermädchen in den USA ihre eigenen Kinder schmerzlich vermisst. Dodong, ein Mechaniker von den Philippinen, arbeitet derzeit in Saudi-Arabien, möchte aber in seiner Heimat eine eigene Autowerkstatt eröffnen. Vor der Rückkehr wird er von einer philippinischen NGO beraten, die ihn bei der Existenzgründung unterstützt.

Sechs (erfundene) Bildergeschichten zeigen, wie unterschiedlich die Lebenswege von Migranten weltweit sind. So flüchtete Bojana 1993 vor dem Krieg in Jugoslawien nach Deutschland und kehrte später als in Bosnien ausgebildete Krankenpflegerin nach München zurück. Nazarkhan hat seinen Doktor an der Universität Oxford gemacht und wurde Staatssekretär für Migration in seiner Heimat Kirgisistan. Lesen Sie außerdem, wie sich für Abhik aus Nepal der Traum von der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 zum Alptraum wandelt und wie Zohra von Deutschland aus den gesellschaftlichen Umschwung Tunesiens mitgestaltet.

Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierte GIZ-Sektorvorhaben  Migration und Entwicklung hat das Ziel, entwicklungspolitisch positive Wirkungen von Migration zu stärken und mit Migration verbundene Risiken zu mindern und zwar in allen Phasen des Migrationszyklus: vor, während und nach der Migration.

Das Sektorvorhaben entwickelt daher Ideen zur Verbesserung der Lage von Migranten und Migrantinnen in sechs Bereichen: Migrationspolitik, Privatsektorentwicklung durch Migration, Diasporakooperation, Geldtransfers von Migranten und Migrantinnen (Remittances), Arbeitsmigration und (Re-)Integration und Rückkehr von Migranten und Migrantinnen.

Anhand der sechs Migrationsgeschichten werden diese verschiedenen Bereiche dargestellt. Die Geschichten zeigen, wie vielfältig Migration sein kann, und geben einen Einblick in die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen.

Wir bedanken uns beim GIZ-Sektorvorhaben Migration und Entwicklung, dass sie uns die Migrationsgeschichten zur Nutzung zur Verfügung gestellt haben. Auf der Webseite des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) können Sie diese als PDF herunterladen.

Download: Geschichten über Migration und Entwicklung

Dort finden Sie auch eine Auswahl von Links auf Dokumente und Webseiten mit weiterführenden Informationen zum Thema Migration.

BMZ: Migration – Dokumente und Links

Juni 2017

Kommentare

Jesús Palacios Gómez
20. Dezember 2018

Ich glaube es ist sehr gut, dass reiche Länder sich darum kümmern, Migranten anderer Nationen zu unterstützen um ein besseres Leben zu erreichen. Jedoch, meiner Meinung nach, eine bessere Haltung jener Länder wäre zu unterhalten, analysieren, diskutieren mit, bzw starke Druck üben über, den Regierungen dieser Nationen, damit diese sich anstrengen um bessere Gelegenheiten aller Art an ihre Bürger anzubieten.
Was wir von solchen armen Ländern beobachten ist fast ausnahmslos autoritäre Regierungen mit einer starken Korruption behaftet, aber auch Revolutionen. Korruption ist kein primäres Übel, vielmehr ist sie ein Symptom unvollendeter oder unwirksamer Gesetzstruktur, so dass die Erlösung, durch eine intensive Wechselwirkung mit den gesetzgebend akademischen Organe solcher Länder zu suchen ist, um durchfühbare, schnelle und einfache Gesetze zu erreichen. Die Regierungsbeamten profitieren von den Lücken in den Gesetzen um Bürger auszunützen; aber auf der anderen Seite sie sind durch ihre (künstlich) niedrige Gehälter teilweise dazu verpflichtet. Gesetze die eine auf mathematische Modelle gegründete Gehaltspolitik enthalten, genauso wie die Regelung um Verwaltungsstellen zu besetzen etablieren, würde sehr hilfsreich sein um Korruption und Impunität zu bekämpfen.
Auf der anderen Seite, es ist nicht ratsam Sanktionen an autoritären Regierungen zu imponieren. Mit solchen Massnahmen erreicht man nur, dass diese Regierungen ihre Permanenz und autoritäre Disziplin rechtfertigen. Das Volk bezahlt immer die Rechnung.
Endlich, die einzige Weise die ich für wirksam halte um Nationen unter bewafneten Konflikten zu helfen, ein Welt-Abkommen über Waffenverkaufsbeschränkung ist.

Danke für Ihre nette Aufmerksamkeit, und etschuldigung für diese lange Reflexion.

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