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Bojana zwischen zwei Welten: (Re-) Integration und Rückkehr

  • Bojana zwischen zwei Welten: (Re-) Integration und Rückkehr

    Während des Krieges in Jugoslawien in den 1990er Jahren lebte ich mit meiner Familie in Deutschland und besuchte die Grundschule in München. Es gefiel mir gut in deutschland, ich schloss viele Freundschaften und turnte beim TV München 1860 e.V. Nach Ende des Krieges musste meine Familie jedoch plötzlich und ohne Vorbereitung zurück nach Bosnien.

  • Bojana zwischen zwei Welten: (Re-) Integration und Rückkehr

    Nach Kriegsende in Bosnien musste ich meine Muttersprache neu lernen, da ich inzwischen besser Deutsch sprach. In Mostar kamen wir vorerst bei Familienangehörigen unter. Wir hatten es nicht leicht uns wieder zu reintegrieren.

  • Bojana zwischen zwei Welten: (Re-) Integration und Rückkehr

    Ich machte eine Ausbildung zur Krankenschwester, fand dann allerdings keine Arbeit, auch nicht in der größeren Stadt Sarajevo. Dank meiner Ausbildung und meinen Sprachkenntnissen hatte ich jedoch gute Chancen, in Deutschland eine Stelle zu finden.

  • Bojana zwischen zwei Welten: (Re-) Integration und Rückkehr

    Da Krankenpfleger/innen in Deutschland knapp sind erhielt ich problemlos ein Visum. Meine bosnische Qualifikation als Krankenschwester wurde in Deutschland nur zum Teil anerkannt, weswegen ich zunächst ein berufsbegleitendes Praktikum absolvieren musste und weniger verdiente als deutsche Krankenpfleger/innen. Nach sechs Monaten legte ich erfolgreich eine Prüfung ab und arbeitete als anerkannte Krankenpflegerin in München.

  • Bojana zwischen zwei Welten: (Re-) Integration und Rückkehr

    Durch meine Mitgliedschaft im Turnverein wollte ich Freund/innen finden, mit denen ich abends zusammen feiern und am Wochenende an den Starnberger See fahren kann. Das erneute Einleben Deutschland war nicht einfach, aber durch meine Sprachkenntnisse einfacher als erwartet.

  • Bojana zwischen zwei Welten: (Re-) Integration und Rückkehr

    Einige Jahre später beschloss ich, nach Bosnien zurückzukehren und mich dort mit einem Pflegedienst selbstständig zu machen. Dank meiner Weiterbildung als Praxisleiterin in München kann ich hier nach und nach Mitarbeiter/innen einstellen und ausbilden.

Wir bedanken uns beim GIZ-Sektorvorhaben  Migration und Entwicklung, dass sie uns die Migrationsgeschichten zur Nutzung zur Verfügung gestellt haben. Auf der Webseite des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) können Sie diese als PDF herunterladen.

Download: Geschichten über Migration und Entwicklung

Dort finden Sie auch eine Auswahl von Links auf Dokumente und Webseiten mit weiterführenden Informationen zum Thema Migration.

BMZ: Migration – Dokumente und Links

Juni 2017

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